Sturmbilanz

Im westlichen Breisgau und am Kaiserstuhl gingen die meisten Schüler trotz "Sabine" zur Schule

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Mo, 10. Februar 2020 um 17:31 Uhr

Bötzingen

Das Sturmtief Sabine hat in den Orten zwischen Freiburg und Kaiserstuhl kaum Schäden angerichtet. Die Schulen und Kindergärten hatten alle geöffnet, nur waren einige Kinder zuhause geblieben.

Die stärksten Böen gab es am Morgen zwischen 6 und kurz nach 8 Uhr. Schäden entstanden dabei kaum. In Bötzingen musste der Bauhof einen umgestürzten Baum vom Radweg nach Eichstetten wegräumen; einen weiteren Baum hatte der Sturm an einem Weg im Erlenschachenwald geworfen.

Zu Störungen kam es am Montagmorgen im Berufsverkehr: Es fuhren bis gegen 11 Uhr keine Bahnen, dafür gab es Staus auf der B 31 zwischen Gottenheim und Freiburg.

Alle Schulen und Kindergärten öffneten

In den Schulen fand der Unterricht überall statt. Das Kulturministerium hatte es Eltern freigestellt zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. In Gottenheim hatten Eltern nur ganz vereinzelt ihre Schüler abgemeldet, erklärte Rektorin Judith Rempe auf Anfrage. Ein ähnliches Bild gab es in Merdingen. In Umkirch war die Fehlquote dagegen deutlich größer. Hier hatten auch einige Eltern versäumt, die Schule zu informieren, dass sie ihre Kinder zuhause behalten wollten. Die Schulverwaltung musste deshalb telefonisch nachhaken. In der Marcher Gemeinschaftsschule am Bürgle fehlten einzelne Schüler.

In Bötzingen waren etwa 15 Prozent der Grundschüler und an die 40 Prozent der Schüler in der Real- und Hauptschule zuhause geblieben. Dazu zählten Schülern aus Gottenheim und Eichstetten, da die S-Bahn nicht fuhr. Insgesamt, so erklärte Schulleiter Bernd Friedrich fehlten so deutlich über 200 Schüler.

Eltern, die ihre Schüler telefonisch abmelden wollten, kamen oft nicht durch, doch war auch die Abmeldung über E-Mail oder die Homepage der Schule möglich. Wegen der großen Zahl habe es aber bis gegen 10 Uhr gedauert, bis alle Fehlmeldungen erfasst worden seien um sie an die Lehrer weiterzugeben. Dass man es den Eltern übertrug, zu entscheiden, ob ihr Kind in die Schule soll oder nicht, ,,das halte ich nicht für glücklich", meinte Friedrich. Besser wäre es, das Ministerium entscheide verbindlich, ob Schulunterricht stattfinden solle oder nicht. Selbst bei einer Absage des Unterrichts wären aber Lehrer an der Schule, versichert Friedrich. Auch in so einem Fall sei dafür gesorgt, dass die Kinder betreut würden, wenn sie zur Schule kommen.

Geöffnet hatten am Sturmtag auch die Kindergärten. Die meisten Eltern hatten sich dabei entschlossen, ihre Kinder zum Kindergarten zu bringen.