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Zischup-Interview

"Immer hungrig bleiben" – Noah Darvich aus Bad Krozingen spielt beim FC Barcelona

  • Noah Lang, Klasse 9c, Kreisgymnasium Bad Krozingen (Bad Krozingen)

  • Fr, 26. April 2024, 13:57 Uhr
    Schülertexte

     

Mit einem Europa- und einem Weltmeistertitel im Gepäck ist Noah Darvich (17) aus Bad Krozingen-Hausen 2023 zum FC Barcelona gewechselt. Dort spielt er seit dieser Saison in der zweiten Mannschaft.

Noah Davich im Trikot des FC Barcelona  | Foto: Privat
Noah Davich im Trikot des FC Barcelona Foto: Privat
Zischup: Ist dir die Entscheidung schwergefallen, nach Barcelona zu gehen und dich von deiner Familie zu trennen?
Noah: Einerseits ist mir die Entscheidung natürlich schwergefallen, die Familie zu verlassen. Aber das Sportliche hat mich so überzeugt, dass ich den Schritt gewagt habe.

Zischup: Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
Noah: Morgens habe ich Training, das geht in etwa von neun bis 14 Uhr. Manchmal gibt es auch zweimal Training. Aber normalerweise mache ich am Nachmittag dann die Schulaufgaben.

Zischup: Hast du ein Vorbild? Und hat dieses deinen Spielstil oder dein Mindset verändert?
Noah: Mein fußballerisches Vorbild ist Messi, aber ich versuche trotzdem, meinen eigenen Weg zu gehen und eigene Ideen umzusetzen.

Zischup: Ich habe gehört, du hast in Barcelona dein Abi abgeschlossen, stimmt das?
Noah: Abgeschlossen noch nicht, aber die schriftlichen Prüfungen habe ich erfolgreich hinter mir.

Zischup: Wurde dein Schulalltag auf dein Training abgestimmt?
Noah: Ja, ich bin wegen des Sports nicht jeden Tag zum Unterricht, sondern musste mir viel durch eigenständiges Lernen beibringen.

Zischup: Hat sich dein zweiter großer Erfolg, also die Weltmeisterschaft im Dezember, genauso fantastisch angefühlt wie der erste, die Europameisterschaft?
Noah: Ja, beide Titel, EM und WM, waren einfach unbeschreiblich. Bis heute sind meine Familie und ich darauf sehr stolz.
Mehr Texte von Jugendlichen für Jugendliche gibt’s hier und unter "Schülertexte".

Zischup: Gab es trotzdem einige ausschlaggebende Dinge, die bei der Weltmeisterschaft anders waren?
Noah: Ich glaube, wir waren als Team nochmal ein bisschen enger zusammen als bei der EM. Das ist sehr wichtig, weil die Einheit einem viel Sicherheit gibt.

Zischup: Gab es Momente in deiner Karriere, in denen du an dir oder am Sport gezweifelt hast?
Noah: Über eine lange Zeit auf keinen Fall. Aber klar, es gibt Tage, an denen man sich schlechter fühlt, aber ich glaube, das kennt jeder Mensch.

Zischup: Gibt es eine besondere Person, der du viel zu verdanken hast?
Noah: Ich denke, am meisten muss ich meiner Familie danken. Sie musste viel opfern, um mich zum Beispiel immer überallhin zu begleiten.

Zischup: Auf was freust du dich, wenn ein Besuch in der Heimat ansteht? Wie sehen dort deine Tage so aus?
Noah: Am meisten freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde, mit denen ich dann einfach zuhause Zeit verbringe. Klingt langweilig, ist aber schön.

Zischup: Was war bei dir der entscheidende Faktor für deinen Erfolg? Talent, Training oder ein guter Mix aus beidem?
Noah: Das ist eine schwere Frage. Ich glaube, dass ich schon immer viel Talent hatte, aber vor allem in den letzten Jahren, denke ich, war harte Arbeit der wichtigere Faktor, um es dahin zu schaffen, wo ich heute bin.

Zischup: Was ist dein Ratschlag für junge Fußballer mit großen Ambitionen?
Noah: Der beste Ratschlag ist, immer hungrig zu bleiben und sich nie zufriedenzugeben. Und immer an sich zu glauben, egal, was andere zu dir sagen.

Ressort: Schülertexte

  • Artikel im Layout der gedruckten BZ vom Fr, 26. April 2024: PDF-Version herunterladen

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