BZ-Interview

"In der Pandemie fühlten sich manche nicht mehr zuständig"

Jens Schmitz

Von Jens Schmitz

Sa, 13. März 2021 um 12:38 Uhr

Gesundheit & Ernährung

BZ-Plus Barmer-Landesgeschäftsführer Winfried Plötze spricht im BZ-Interview über die Lehren aus der ersten Coronawelle, über Intensivbetten, die Größe von Krankenhäusern und Kontaktnachverfolgung.

Die Corona-Pandemie ist längst nicht überstanden, gerade deshalb versuchen Fachleute, schnell aus ihr zu lernen. Inzwischen gibt es aber auch Empfehlungen für langfristige Konsequenzen im Gesundheitssystem. Die Barmer-Krankenkasse hat mit Bosch- und Bertelsmann-Stiftung eine Zwischenbilanz zur ersten Welle erstellt, zu der wir Landesgeschäftsführer Winfried Plötze befragten.
BZ: Herr Plötze, Ihre Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass die vorhandenen Pandemie-Pläne unzureichend waren, der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) mit den Gesundheitsämtern ungenügend ausgestattet ist und der Krankenhaus-Sektor reformbedürftig. Trotzdem sei die Leistungsbilanz in der Krise insgesamt gut. Wie passt das zusammen?
Plötze: Unser Pluspunkt war der ambulante Sektor. Die meisten Menschen mit Symptomen haben einen Haus- oder Facharzt aufgesucht und sind nicht in eine Klinik gegangen, in der sie das Virus hätten verbreiten können. Man hat deshalb auch schnell begonnen, die ambulanten Notfallpraxen aus den Krankenhäusern herauszuziehen. Hier haben auch die Landräte und die Kommunalpolitiker ein sehr gutes Krisenmanagement betrieben.
BZ: Haben Sie ein lokales Beispiel?
Plötze: In vielen Alten- und Pflegeheimen gab es bis zum Ausbruch des Coronavirus keine Abstimmung unter den betreuenden Ärzten. In der Pandemie fühlten sich manche nicht mehr zuständig oder lehnten ...

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