Inzwischen im Dreisamtal eingelebt

Gerhard Lück

Von Gerhard Lück

Sa, 24. Oktober 2020

Stegen

Pater John wohnt seit 2016 im Kloster in Stegen-Eschbach und überbrückt die Vakanz nach Pfarrer Werner Mühlherrs Weggang.

. Zur Überbrückung der Vakanz nach dem Weggang von Pfarrer Werner Mühlherr wurde Pater John Britto Mariadhasan MM zum Vikar bestellt. Er verstärkt das Team der Seelsorgeeinheit Dreisamtal.

Pater John (37) kommt aus der südindischen Provinz Tamil Nadu und gehört dem vor 25 Jahren von Pater Arulraj in Indien gegründeten Orden der "Missionare der Unbefleckten Empfängnis" an. Aktuell zählt der Orden 270 Priester und 160 Seminaristen. Mit ihm kamen 2016 zwei weitere Mitbrüder nach Deutschland. Sie wohnen gemeinsam im Kloster in Stegen-Eschbach und studieren an der Freiburger Universität mit dem Ziel einer Promotion. Da Pater Johns Orden sich intensiv in der Missionsarbeit engagiert, war auch er von 2009 bis 2012 in Sierra Leone und dann bis 2015 im Südsudan in Missionsstationen tätig. In Deutschland fühlt sich der sympathische Pater sehr wohl und hat sich bereits in die Arbeit der Seelsorgeeinheit Dreisamtal eingearbeitet.

"Ich habe schon in allen sechs Kirchen des Dreisamtals Gottesdienste gefeiert", freut er sich, "und nehme regelmäßig an Dienstbesprechungen teil." Er sei auch bei einer Sitzung des Pfarrgemeinderates gewesen und würde bereits viele Menschen hier kennen. "Ich bin froh", bekennt er, "als Vikar in der Seelsorgeeinheit zu arbeiten." "Wie der Himmel auf Erden" sei Deutschlands Kirche und Gesellschaft, stellt Pater John fest. In der Mission in Afrika habe er viele gefährliche Situationen erlebt und oft in Unsicherheit gelebt. "Hier in Deutschland gibt es für alles eine Versicherung", schmunzelt er.

Für seine Aufgaben im Dreisamtal sei ihm sogar ein eigenes Auto zur Verfügung gestellt worden. In seiner Freizeit pflegt Pater John einige Hobbys – hört gerne Musik, schwimmt und sammelt Briefmarken: "Rund 3500 habe ich schon in Alben." Den Schwarzwald liebe er sehr und ginge täglich mit seinen Mitbrüdern acht bis zehn Kilometer wandern. Franz Elischberger aus Stegen sei er dankbar für viele Ausflüge zum Kennenlernen der Region und bei Rudolf Stern lerne er jetzt das Mundharmonikaspiel.