Jana Fischer bei der WM auf Rang 16

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Fr, 12. Februar 2021

Snowboard

Snowboardcrosserin des SC Löffingen stürzt und unterliegt im Viertelfinale Weltmeisterin Banks.

(jb). Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, den Jana Fischer am Donnerstag bei der Snowboardcross-Weltmeisterschaft in Schweden meisterte: 63 Wellen und Kurven, verteilt auf 1240 Meter Länge in eisiger nordischer Kälte. Mancher Geländewagen hätte auf dieser anspruchsvollen Strecke in 2000 Metern Höhe kapituliert. Jana Fischer nahm die Herausforderung an. Am Dienstag hatte sich die für den SC Löffingen startende Bräunlingerin in zwei Zitter-Zeitläufen im Feld der 35 Starterinnen bei der Weltmeisterschaft im schwedischen Idre Fjäll denkbar knapp für die Vierer-Heats der 16 WM-Finalistinnen qualifiziert.

Am Donnerstag kämpfte die 21-Jährige beherzt, musste sich auf der kraftraubenden Piste aber im Viertelfinale der Britin Charlotte Banks, die den ersten Lauf souverän gewann sowie der Italienerin Raffaela Brutto geschlagen geben. Im Kampf um Rang drei kollidierte Fischer beim Überholvorgang mit dem Brett der Französin Chloe Trespeuch und stürzte. In der WM-Gesamtwertung blieb der Crosserin des SC Löffingen Rang 16.

Es war ein unglückliches und doch ehrenwertes frühes Aus. Gegen die Weltmeisterin zu unterliegen, ist keine Schande. Die Britin Charlotte Banks setzte sich auch im Halbfinale durch – und gewann im letzten Schlagabtausch der besten Vier WM-Gold vor der Italienerin Michela Moioli, der Tschechin Eva Samkova und Belle Brockhoff (Australien). Eine Demonstration der Stärke boten die deutschen Snowboard-Männer: Der Konstanzer Paul Berg fuhr im Achtel- und Viertelfinale jeweils als Zweiter über die Ziellinie, verpasste im Halbfinale zusammen mit seinem Teamkollegen Martin Nörl den Sprung unter die besten vier, bewies aber im kleinen Finale sein Können und beendete das WM-Rennen hinter Noerl auf Rang sechs. Den Weltmeistertitel sicherte sich der Spanier Lucas Eguibar, Silber ging an den Österreicher Allessandro Hämmerle, Bronze gewann der Kanadier Eliot Grodin.

Am Freitag (Start 12.30 Uhr) hat Jana Fischer eine zweite WM-Chance. Im Mixed-Wettbewerb träumt die Schwarzwälderin zusammen mit dem WM-Fünften Martin Nörl von einer Medaille.