Überschwemmungen

Japanische Rettungsdienste suchen mit zehntausenden Helfern nach Vermissten

afp

Von afp

Mo, 06. Juli 2020 um 07:25 Uhr

Panorama

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in Japan ist am Montag die fieberhafte Suche nach vermissten Menschen fortsetzt worden. Bisher wurden 16 Tote geborgen.

Die Bergungskräfte seien unermüdlich im Einsatz, sagte am Morgen ein Behördensprecher in der Region Kumamoto. Bis Sonntag hatten die Behörden den Tod von 16 Menschen bestätigt. Nach mindestens rund einem Dutzend weiteren Vermissten wurde gesucht. Zehntausende Mitarbeiter der Rettungsdienste durchkämmten die Ruinen von Häusern.

14 der Todesopfer kamen nach Angaben der örtlichem Behörden in einem überfluteten Pflegeheim der Gemeinde Kuma ums Leben, zwei weitere wurden durch Erdrutsche begraben.

Heftige Regenfälle hatten am Samstag in der südwestlichen Region um Kumamoto und Kagoshima auf der Insel Kyushu Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Der Fluss Kuma trat über die Ufer, die Wassermassen rissen Autos und Brücken fort und überfluteten Straßen und Ortschaften.

Mehrere Gemeinden waren von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten und nur noch mit Booten und Hubschraubern erreichbar. Zwar ließen die Regenfälle etwas nach. Doch kam es immer noch zu starken Niederschlägen, die nach Angaben der Meteorologen bis Dienstag anhalten sollten.