"Jeder möchte in die NHL"

Loghin Tenaya, Klasse 8e, Kepler-Gymnasium

Von Loghin Tenaya, Klasse 8e, Kepler-Gymnasium (Freiburg)

Fr, 17. Dezember 2021

Schülertexte

ZISCHUP-INTERVIEW mit dem U15-Eishockeyspieler Michael Miller über Tore, Training und Pläne.

Im folgenden Interview vom 7. November 2021 geht es um interessante Fakten zum Sport Eishockey. Zischup-Reporterin Loghin Tenaya aus der Klasse 8e des Kepler-Gymnasiums in Freiburg hat seinen Mitschüler, den 13-jährigen Michael Miller, interviewt. Michael spielt seit sieben Jahren beim EHC-Freiburg, aktuell in der U15, und gibt uns einen Einblick in sein Eishockeyleben.

Zischup: Warum hast du angefangen, Eishockey zu spielen, und wolltest du es schon immer?
Michael: Ich habe mit Eishockey angefangen, weil mein Vater Eishockey gespielt hat. Anfangs habe ich zuerst Fußball gespielt und musste mich dann aber für einen Sport entscheiden. Das war dann Eishockey.

Zischup: Was für eine Position und Nummer hast du?
Michael: Ich habe die 10 und bin Mittelstürmer.

Zischup: Wie oft trainierst du?
Michael: Vier Mal in der Woche eine Stunde auf dem Eis, und dann habe ich noch 45 Minuten Athletiktraining.

Zischup: Wie lange musst du zu einem Auswärtsspiel fahren und wie oft hast du Spiele?
Michael: Das ist immer unterschiedlich, so zwischen einer und drei Stunden. Es gibt wöchentlich ein Spiel.

Zischup: Wie ist es für dich, wenn man gewinnt beziehungsweise verliert?
Michael: Wenn man gewinnt, ist man natürlich glücklich und stolz, dann gibt es immer in der Kabine Schlager. Wenn man verliert, ist man sehr frustriert.

Zischup: Wie ist das Gefühl für dich, wenn du ein Tor schießt, und was war dein bestes Tor?
Michael: Es ist ein unbeschreiblich großartiges Gefühl, vor allem wenn es das entscheidende Tor ist. Mein bestes Tor war gegen Mannheim. Das war auch der Siegtreffer zum 3:2 in der 55. Spielminute. Ich habe zwei Verteidiger ausgetrickst und dann den Puck zwischen die Beinschoner des Torwarts geschossen.

Zischup: Gibt es oft Verletzungen und wie lange kann man dann nicht mehr spielen?
Michael: Ab und zu gibt es kleine, leichte Verletzungen, die dann ein bis zwei Tage dauern. Manchmal gibt es aber auch große, diese können dann Wochen gehen oder sogar eine bleibende Verletzung sein.

Zischup: Wie oft hast du dich schon verletzt?
Michael: Ich hatte einmal eine Leistenzerrung, ich bin dann für drei Wochen ausgefallen.

Zischup: Wie viel kostet eine gute Ausrüstung, die einen vor Verletzungen schützt?
Michael: Das kommt auf die Marke drauf an. Aber es kostet so zwischen 600 und 900 Euro.

Zischup: Gibt es in eurem Team manchmal auch Streit?
Michael: Klar, manchmal schon, aber das ist wirklich sehr schnell wieder vergessen und man versteht sich wieder gut.

Zischup: Hast du schonmal eine Strafe bekommen?
Michael: Ich habe diese Saison nur eine Strafe bekommen, eigentlich war es nicht mal eine. Ich habe leicht den Schläger von einem Spieler angehoben.

Zischup: Würdest du gerne in der US-amerikanischen Profiliga NHL oder einer der deutschen Profiligen DEL oder DEL2 spielen?
Michael: Ja klar, jeder Eishockeyspieler würde gerne in die NHL kommen. Aber ich würde auch gerne für Freiburg in der DEL2 spielen.

Zischup: Schaust du dir auch Eishockeyspiele an?
Michael: Ja, aber eigentlich nur KHL, also die russische Liga, oder DEL2, aber dort gehe ich dann eher ins Stadion.

Zischup: Welche ist deine Lieblingsmannschaft?
Michael: Klar mag ich die Wölfe, die Adler Mannheim sind auch ganz cool, und außerdem die New Yorker Rangers.

Zischup: Wer ist dein Idol beim Eishockey?
Michael: Alexander Ovechkin von den Washington Capitols aus der NHL und Peter Spornberger. Spornberger deshalb, weil er früher immer mit mir trainiert hat, jetzt spielt er aber in Schwenningen.

Zischup: Wie hat sich das Hobby in der Corona-Zeit verändert?
Michael: Am Anfang von Corona konnte man erst einmal nicht spielen. In der Zeit bin ich dann immer mit meinem Vater joggen gegangen. Inzwischen ist alles wieder normal: Bei Spielen und beim Training auf dem Eis muss man keinen Mundschutz tragen, aber in der Kabine.

Zischup: Warum, würdest du sagen, ist Eishockey nichts für Schwache?
Michael: Weil man sich leicht verletzen kann und es körperlich ein sehr anstrengender Sport ist.