Kleingeld

Kann man die gesammelten Groschen bei der Bank abgeben?

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Mo, 22. März 2021 um 21:14 Uhr

Geld & Finanzen

Früher war sie voll im Trend – die große Flasche, in der voll bis zum Rand Münzen ihren Platz fanden. Noch immer wird in den Wohnzimmern der Nation viel Kleingeld angesammelt.

All das, was im Geldbeutel zu viel wird, landet in einer Spardose oder einem anderen Behälter. Vielleicht für den nächsten Urlaub? Doch die Annahme dieses Münzgeldes handhabt nicht jede Bank gleich.

Sparkasse Hochrhein: Früher konnten die Kunden der Sparkasse Hochrhein ihr Kleingeld noch direkt am Schalter zählen lassen und es dann auf das Konto übertragen. Ganz so einfach ist es heute nicht mehr, wie Ramona Zink, die Leiterin des Vorstandsstabs, erläutert. In jeder Filiale außerhalb der Zentrale der Sparkasse Hochrhein in Waldshut kommen die abgegebenen Geldmünzen in fest verschlossene Säcke, sogenannte "Safe-Bags". Dann werden sie an die Hauptstelle nach Waldshut geschickt. Erst dort könnten sie gezählt und dann auf das Konto des Kunden gutgeschrieben werden. Wie lange es dauert, bis das Geld schließlich auf dem Konto des Kunden landet, kann Zink nicht genau sagen. "Aber es geschieht zeitnah", versichert sie. Was sie auch weiß: "Der Trend, Kleingeld zu sammeln ist immer noch da, der Münzgeldfluss bei uns ist unverändert und hat über die Jahre nicht abgenommen – auch nicht mit Corona", sagt Zink.

Volksbank Rhein-Wehra: Auch die Volksbank Rhein-Wehra mit Sitz in Bad Säckingen nimmt Münzgeld an. Vorstandsvorsitzender Werner Thomann erklärt: "Für die Abgabe von Euro-Geldmünzen gibt es zwei Möglichkeiten: Die Abgabe am Schalter oder das Münzgeld wird über den Automaten im SB-Bereich auf das Konto eingezahlt." Diese Münz- und Noteneinzahler stehen beispielsweise in der Hauptstelle in Bad Säckingen sowie in den Geschäftsstellen in Laufenburg und Wehr.

Postbank: "Die Annahme von Kleingeld bieten wir unseren Kunden, die ein Giro- oder Sparkonto bei der Postbank führen, entgeltfrei an", erklärt Hartmut Schlegel, Pressesprecher der Postbank. Die Kunden könnten in den Filialen Kleingeld in handelsüblichen Mengen entgeltfrei auf das eigene Konto einzahlen. Bei dem Begriff "handelsüblich" orientiere sich die Bank am Münzgesetz, welches von 50 Münzen je Kunde ausgeht. Der eingezahlte Betrag wird dem Konto taggleich gutgeschrieben. "Eine neue Generation von Kassensystemen, die bereits bundesweit in 700 von 800 aller Filialen installiert wurde, ermöglicht das bequeme und vollständig automatisierte Ein- und Auszahlen von Bargeld", so Schlegel weiter. Sämtliche Prozesse im Umgang mit Bargeld (Zählen, Einzahlen, Wechselgeld) werden laut Schlegel durch dieses Kreislaufsystem automatisiert ausgeführt. Für Kunden und Mitarbeiter bedeute dies mehr Komfort. So ist in Filialen, die über dieses Kassensystem verfügen, das Rollen von Münzgeld nicht mehr notwendig. Dieses automatisierte Einzahlen von Münzen sei am Hochrhein in der Filiale im Wallgraben in Waldshut möglich. In den Filialen an der Mecklenburger Straße in Tiengen, in Albbruck sowie in Lauchringen und Küssaberg könnten die Kunden ihr Münzgeld am Schalter einzahlen.