Fußball

Kein Aufstieg aus den Oberligen – Regionalliga reduziert Absteiger

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 29. April 2021 um 18:53 Uhr

F-Regionalliga

Das Gezerre hat ein Ende: Die Fußball-Regionalliga Südwest nimmt für die kommende Saison keine Aufsteiger aus den Oberligen auf. Dafür gibt es nur zwei statt sechs Absteiger.

Das Tauziehen um einen möglichen Aufstieg aus der Fußball-Oberliga in die Regionalliga ist beendet. Die Gesellschafterversammlung und die Spielkommission der Regionalliga Südwest beschlossen am Donnerstag, keine Aufsteiger zuzulassen. Grund ist die fehlende sportliche Qualifikation, da in den drei nachgeordneten Oberligen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saar jeweils nicht mindestens 50 Prozent der vorgesehenen Spiele absolviert sind. Demnach wird "den bisherigen sportlichen Leistungen kein hinreichender Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern beigemessen", heißt es in einem Liga-Schreiben.

Klassenerhalt für den BSC nun auch theoretisch sicher

Die Zahl der Absteiger aus der Regionalliga reduziert sich deshalb von sechs auf zwei Vereine. Damit hat der Bahlinger SC, neben dem Tabellenführer SC Freiburg II einziger südbadischer Viertligist, acht Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt auch theoretisch sicher. Der FC Bayern Alzenau kann als Tabellenvorletzter maximal noch auf 46 Punkte kommen. Bahlingen hat als Tabellenneunter bereits 50 Punkte auf dem Konto.

Der Beschluss sei nach umfassender interner und externer Rechtsprüfung gefallen, ließ die Regionalliga Südwest GbR verlauten. In der Oberliga Baden-Württemberg haben die 21 Vereine derzeit erst 11 bis 13 von insgesamt 42 zu absolvierenden Spieltagen bestritten. Die Hessenliga wurde nach 11 beziehungsweise 12 von 38 Spieltagen vorzeitig durch Abbruch beendet. Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hatte sich für die Spielzeit 2020/2021 auf einen besonderen Modus mit zwei Staffeln (Nord und Süd) zu je 12 Mannschaften verständigt. Hier wurde abgebrochen, nachdem erst zwischen 6 und 9 Spieltage von insgesamt 22 Spielen der Vorrunde absolviert waren. Allerdings kam aus dieser Oberliga der stärkste Wunsch nach Aufsteigern, da ihre aktuelle Spielordnung diese auch bei einem Abbruch nicht ausschloss.

Einheitliche Regelung für alle Oberligen

Die Regionalliga Südwest GbR stellte zudem fest, dass sie eine besondere Rücksichtnahme- und Fürsorgepflicht gegenüber ihren Vereinen besitzt, gerade auch in der Abstiegsfrage. Die Liga machte klar, dass sie die beteiligten Regional- und Landesverbände gleichrangig behandelt. Entscheidend sei, "dass der Aufstieg in die Regionalliga Südwest für alle drei Oberligen einheitlich geregelt wird, so dass es keine Ungleichbehandlungen innerhalb der gleichen Spielklasse gibt".

Darüber hinaus haben die Vertreter der drei baden-württembergische Fußball-Verbände entschieden, die Spielbetrieb in ihrer Oberliga nicht wieder aufzunehmen. Spätester Termin für eine Rückkehr in den Spielbetrieb mit der Chance, zumindest noch die Vorrunde abschließen zu können, wäre der 9. Mai. Eine angemessene Vorbereitung bis zu diesem Stichtag ist aber nicht mehr möglich. Als letzte Liga im männlichen Amateurfußball wird die Saison damit ebenfalls abgebrochen und annulliert. Es gibt hier wie in den darunter folgenden Ligen weder Auf- noch Absteiger.

Oberliga-Regelung bei Frauen und Jugend noch offen

Klar ist damit, dass aus Südbaden der 1. FC Rielasingen-Arlen, der FC 08 Villingen, SV Linx, SV Oberachern, FV Lörrach-Brombach und der Freiburger FC auch in der Spielzeit 2021/22 wieder in der Oberliga antreten.

Weiterhin noch offen ist, wie mir den Oberligen der Frauen und der Jugend im Detail verfahren wird. Hier laufen derzeit noch die Abstimmungen, insbesondere in Bezug auf die übergeordneten Spielklassen.