Goebbels hinter großen Marmorsäulen

Jürgen Frey

Von Jürgen Frey

Fr, 19. Februar 2010

Kino

BERLINALE I: Oskar Roehlers "Jud Süss – Film ohne Gewissen" ist bizarr – und genügt den selbst gesetzten Ansprüchen nicht.

Wir waren ja vorgewarnt. Produzent Franz Novotny befand vorab schon den "Hauch von Wahnsinn, der Oskar Roehlers Filme durchweht, für dieses Thema genau richtig". Ein paar Tage vor der Uraufführung hatte dann auch noch Christoph Schlingensief bei seiner Berlinale-Performance um ein großes Delirium bei diesem Wettbewerbsbeitrag gebetet: "Jud Süss – Film ohne Gewissen". Roehlers Zweistünder will von den Entstehungsbedingungen und Folgen des berüchtigsten antisemitischen Hetzfilms der Nazizeit erzählen. Herausgekommen ist dabei tatsächlich ein sehr bizarrer Knaller. Die gelegentlichen Lacher während der Vorführung klangen allerdings ziemlich unfroh.

Aber kein anderer Film dieser 60. Berlinale fand so viel internationale Aufmerksamkeit. Zum ersten Mal wurde im Festivalpalast bei der Pressevorführung um Plätze gerangelt. Und ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ