Cannes-Gewinner

"The Square" ist eine kluge Gesellschaftssatire

Gabriele Schoder

Von Gabriele Schoder

Mi, 18. Oktober 2017 um 00:01 Uhr

Kino

Ein Museumskurator sieht rot, als sich eine geplante Installation zum Eklat ausweitet. Ruben Östlunds scharfsichtige Satire, die in Cannes die Goldene Palme gewann, weitet sich zum existenziellen Drama.

Als der Schwede Ruben Östlund im Mai für "The Square" die Goldene Palme von Cannes bekam, frohlockten die Kritiker: Das bedeutendste Filmfestival der Welt verleiht an seinem 70. Geburtstag den Hauptpreis an eine Satire, die dem Kunstbetrieb den (Zerr-)Spiegel vorhält – wie köstlich, wie passend, wie allerliebst! Ja, der Spiegel ist tatsächlich omnipräsent und der Zeigecharakter mitunter geradezu oberlehrerhaft. Dennoch ist es absolut sehenswert und liefert Stoff für lange Diskussionen, wie dieser Film in die Grauzonen von hehrem Anspruch und schnöder Wirklichkeit, hohem Ideal und niederem Handeln leuchtet: bildmächtig, klug und dabei – über die gesamten knapp zweieinhalb Stunden! – höchst unterhaltsam.

Christian (Claes Bang) ist Chefkurator des renommierten X-Royal-Museums in Stockholm und plant eine große, augenöffnende Ausstellung: "The Square" will ...

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