Lüge und Verantwortung

Gabriele Schoder

Von Gabriele Schoder

Mi, 05. November 2014

Kino

NEU IM KINO: Giulio Ricciarellis beeindruckendes Justizdrama "Im Labyrinth des Schweigens".

Ein aufrechter Held, der am Ende gegen alle Widerstände der gerechten Sache auf den Weg hilft, dazu eine Liebesgeschichte, starke Bilder, pathetische Musik: Ja, es ist ein konventionelles Justizdrama. Und nein, das ist kein Fehler. "Im Labyrinth des Schweigens", das verblüffend souveräne Langfilmdebüt des 1965 in Mailand geborenen Schauspielers und Regisseurs Giulio Ricciarelli, ist so emotional, fesselnd und, ja, tröstlich, dass ihm gelingen kann, worum sich die vielen, vielen Filme vergeblich bemühen, die in den Spätprogrammen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender versteckt werden: Geschichtsinteresse zu wecken und die Sensibilisierung auch jugendlicher Zuschauer für die Verbrechen des Holocaust.

Ricciarelli und Co-Autorin Elisabeth Bartel erzählen, gründlich recherchiert, aber frei inszeniert, die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse (1963-1968) aus der Perspektive eines jungen ...

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