Mit gallischen Helden auf dem Zeltplatz in Staufen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 17. August 2019

Kirchzarten

Zeltlager der Kirchzartener Pfadfinder verlangen von den Jugendlichen besondere Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen .

KIRCHZARTEN (BZ). Nicht nur die wöchentlichen Gruppenstunden der Pfadfinder sind ein großes Lernfeld für die Kinder und Jugendlichen. Gerade bei den Lagern und Fahrten lernen die Pfadfinder Teamfähigkeit und Verantwortung zu übernehmen, eine eigene Meinung zu bilden und zu vertreten und vieles mehr. Das Verlassen der gewohnten Umgebung und das Leben in der Natur verlangen besondere Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen.

Deshalb sind Fahrten und Lager unverzichtbare Bestandteile pfadfinderischer Pädagogik. So bereiteten sich die knapp 60 Kinder, Jugendlichen und Leiter des Pfadfinderstammes Saint-Exupéry auf ihre Lager vor.

Die Wölflinge (acht bis elf Jahre alt) und Jungpfadfinder (elf bis 14 Jahre) bauten ihre Zelte auf dem Zeltplatz der Staufener Pfadfinder auf. Die Wölflinge wählten Asterix, Obelix und die Gallier als Lagerthema. Dabei bauten sie Schwerter, fertigten Halsschmuck in Form von kleinen Hinkelsteinen aus Speckstein, malten sich keltische Tattoos auf die Haut und holten sich beim großen Geländespiel, das von den Römern geklaute Rezept des Zaubertranks zurück.

Höhepunkt bei den Jungpfadfindern war das zweitägige Hike. Die Pfadfinderinnen und Pfadfindern bekamen von ihren Leitern eine Strecke vorgegeben, die sie eigenständig durch Orientierung mit Karte und Kompass finden mussten. Dabei war auch eine Übernachtung im Wald vorgesehen. Müde, aber voller Stolz kamen die Pfadfinder im Laufe des zweiten Tages von ihrer Tour zurück.
Zum Abschluss gab es ein kurzweiliges Fest, mit vielen Sketchen, Spielen, natürlich mit leckeren Burgern und Tschai, ein nach Geheimrezept hergestelltes, selbst gemixtes Lagergetränk.

Ein wichtiger Programmpunkt bei den Kirchzartener Pfadfinder ist das Versprechen. Dabei erklären neu in die Gruppe gekommene Mitglieder, dass sie bei den Pfadfindern mitmachen wollen und die Regeln der Pfadfinderbewegung beachten wollen. Sechs neue Wölflinge und fünf neue Jungpfadfinder legten auf dem Sommerlager ihr Versprechen ab.

Die älteren Pfadfinderinnen und Pfadfinder (14 bis 16 Jahre alt) hatten schon Anfang August eine achttägige Wandertour in den Vogesen, rund um den Grand Ballon unternommen. Das vorher mitzunehmende Gepäck musste genau geplant werden: Jedes unnötige Kilo Gepäck war zu vermeiden, denn es mussten nicht nur die eigene Kleidung, die Zelte, sondern auch alle Nahrungsmittel im eigenen Rucksack auf dem Rücken getragen werden. Das bedeutete auch, dass die Essensrationen für alle genau zu kalkulieren waren.
Die ältesten Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Rover (16 bis 19 Jahre alt) sind noch unterwegs. Sie haben eine Kanutour auf dem tschechischen Fluss Lainsitz gestartet. Man darf gespannt sein, mit welchen Erfahrungen in der Natur und mit den Menschen vor Ort die Rover in einigen Tagen zurück kommen werden.