Interview

Historiker Störk über spektakuläre Funde in Neuenweg

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Sa, 08. April 2017 um 00:01 Uhr

Kleines Wiesental

Verteidigungsanlage, Türsturz und der große Brand 1903: Historiker Werner Störk spricht im Interview darüber, was die jüngsten Funde in Neuenweg bedeuten.

Häufig war in den letzten Monaten die Rede von neuen historischen Funden in Neuenweg, angefangen bei einer Verteidigungsanlage am Hau-Pass bis zu einem Türsturz, der vom großen Brand 1903 berichtete. Hinter allen Erkenntnissen steckt Historiker Werner Störk aus Schopfheim. BZ-Redakteur Dirk Sattelberger fragte ihn, was die Funde bedeuten und wie es mit ihnen weitergeht.

BZ: Herr Störk, Sie haben eineinhalb Jahre archäologische Schätze in Neuenweg gehoben. Wie hat sich der Blick auf das Kleine Wiesental seitdem geändert?

Störk: Wir können nun die regionalgeschichtliche Bedeutung speziell von Neuenweg mit den umfangreichen Festungsanlagen und seinem Bergbau auf Silber- und Bleierz neu bewerten. Bisher galt es mehrheitlich als "Terra incognita", also als unbekanntes Gebiet, weil vor allem aus der frühen Siedlungszeit schriftliche Quellen, also Urkunden, fehlen. Nun hat sich durch die archäologischen Neufunde die Beweislage geändert. Dadurch wurde ein großer Schritt getan.

BZ: Was macht Neuenweg so besonders?
Störk: Es ist seine territoriale Grenzlage (nur noch vergleichbar mit Gersbach), und es war so vor allem in Ost- und Westrichtung ein bevorzugtes Durchzugsgebiet für fremde Truppen. Zudem gehörte Neuenweg zur Markgrafschaft (Haus Baden-Durlach, evangelisch), das benachbarte Obere Wiesental wie auch der sich im Westen anschließende ...

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