Klimagerechte und gesunde Alternative

Ruth Cremer-Ricken (Bad Säckingen)

Von Ruth Cremer-Ricken (Bad Säckingen)

Do, 02. September 2021

Leserbriefe

Bei Kauf eines E-Autos kann der Käufer Innovationsprämien bis 11000 Euro abgreifen – und die Aufregung bleibt aus. Schlägt Annalena Baerbock (Grüne) die Förderung von Lastenfahrrädern vor, ist der Aufschrei groß. Der Verriss dieses Ansatzes von Bernd Kramer bekommt sogar die Überschrift "Ziemlich ungerecht".

Ungerecht ist die ständige verdeckte Finanzierung der Autofahrer. Parkhäuser werden nicht selten von Gemeinden subventioniert. Das Geld stammt von den Steuerzahlern, auch jenen, die gar kein Auto besitzen. Beim Einkaufen gibt es in Geschäften Zuschüsse zu den Parkgebühren, finanziert durch die Querkalkulation mit entsprechenden Aufschlägen auf die Produkte, somit bezahlt von allen Kunden, ob mit oder ohne Auto. Parkplätze an den Straßen werden finanziert von den Kommunen einschließlich der anfallenden Kosten für zum Beispiel Straßenreinigung, Abwasser, Erhaltungsaufwendungen. Das alles ist ziemlich ungerecht, wird im Autofahrerland aber gerne als "das steht mir zu" verbucht.

Alternative Nutzung von Fahrrädern ist ressourcenschonend, klimagerecht und gesund. Der Ausbau von Fahrradwegen ist schon lange im Programm der Grünen, nur scheitert die Umsetzung oft an der Verweigerung der anderen Parteien. Die Förderung von Fahrrädern ist nicht ungerecht, sondern längst überfällig.

Ruth Cremer-Ricken, Bad Säckingen