SC Freiburg

König, Kumpel, Kaiserstühler: Fritz Keller im Porträt

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Do, 25. August 2016 um 00:01 Uhr

SC Freiburg

Er ist Fachmann dafür, alles Mögliche unter ei nen Hut zu bringen: Fritz Keller ist Gastronom, Winzer, Weinhändler, Hotelier – und Präsident des SC Freiburg. Ein Besuch in Oberbergen.

Diesen Mann kennt jeder. Das ist sein Handicap. Einer, den jeder kennt, der kann nicht selbst jeden kennen. Das versteht man. Einem guten Gastgeber ist es trotzdem peinlich. Und wenn Fritz Keller eines im Leben sein will, dann ein guter Gastgeber. Das hat er so im Blut. Sein großes Vorbild ist der Kollege aus dem Hamburger "Vier Jahreszeiten". Der begrüßt in seinem Foyer erst mal jeden, den er trifft, als wär’s ein alter Bekannter und als habe er ihn schon lange schmerzlich vermisst. Dann fasst er sich unauffällig ans Revers – ein Signal an einen Mitarbeiter, der ihn dann in einer der Telefonzellen anrufen und aufklären muss, wen er da gerade begrüßt hat. So etwas imponiert Fritz Keller. Und er hat es sich, verrät er fröhlich, zum Vorbild gemacht.
Ein guter Gastgeber sein, das ist Kellers Glaubensbekenntnis
An diesem warmen Augustabend zum Beispiel, auf der Terrasse des avantgardistischen Weinguts in Oberbergen. Am Grill steht Anibal Strubinger, Sternekoch und altes Schlachtross vom "Schwarzen Adler", und brät venezolanisch Gewürztes aus seiner Heimat, Chorizos, Zicklein, zartes Charolais. Sebastian Heil, Strubingers junger Kollege aus der "Keller-Wirtschaft", assistiert mit knackigen Gemüsen. Und Gastgeber Keller selbst? Hat zwar einen guten Hunger und parliert munter am Familientisch, peilt aber nebenher dauernd Neuankömmlinge an, springt immer wieder auf und geht mit Gattin Bettina zum Händeschütteln. Kurz tauschen sie sich flüsternd aus oder fragen diskret ihre Empfangsdame, was das da nun wieder für neue Leute sind. Die werden sich gleich geschmeichelt fühlen wie – gute alte Bekannte, schon so lange schmerzlich vermisst.
Alles nur Show, alles bloß Bluff? Fritz Keller stört sich nicht an solchen Lästereien. Für ihn ist es ein Glaubensbekenntnis. Gerade so, glaubt er, muss man mit Leuten umgehen, wenn man Gastgeber von Beruf ist – oder ...

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