Der Machtkampf der Beate Zschäpe

Wiebke Ramm

Von Wiebke Ramm

Mi, 23. Juli 2014

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Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess muss ihre Anwälte weiter dulden / Mit dem Misstrauensantrag sabotiert sie ihre Verteidigung.

Es herrscht dicke Luft zwischen Beate Zschäpe und ihren Verteidigern. Wolfgang Heer, Zschäpe, Anja Sturm und Wolfgang Stahl sitzen am Dienstag mit ernsten Gesichtern nebeneinander im Saal A 101 des Oberlandesgerichts München. Zschäpe schmollt. Die Bonbondose steht unberührt vor ihr. Es vergeht fast eine Stunde, bevor Anwalt Stahl sich zu Zschäpe beugt und erstmals zu ihr spricht. Mit Heer und Sturm wechselt sie bis zum späten Nachmittag kein einziges Wort.

Zschäpe sieht blass aus. Sie wirkt sehr einsam auf der Anklagebank. Irgendwann rückt sie ihren Stuhl so weit nach hinten, wie es nur geht. Sie ist nicht mehr auf einer Linie mit ihren Verteidigern, sondern sitzt ihnen im Rücken. "Sie war nicht der ...

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