Katholische Kirche

Pontifex Polemicus: Franziskus' Kommentare zu Züchtigung und Abtreibung

Julius Müller-Meiningen

Von Julius Müller-Meiningen

Sa, 30. Mai 2015

Kommentare

Die unbesorgte, ungefilterte Rede soll die katholische Kirche voranbringen, findet Papst Franziskus. Für ihn selbst gilt die uneingeschränkte Redefreiheit offenbar im Besonderen.

Papst Franziskus hat von den katholischen Bischöfen bei der Synode jüngst gefordert, sie sollten "Parrhesie", also freimütig und ohne Furcht reden. Die unbesorgte, ungefilterte Rede soll die katholische Kirche auf ihrem Weg in das 21. Jahrhundert voranbringen. Für ihn selbst gilt die uneingeschränkte Redefreiheit offenbar im Besonderen. Ja manchmal wirkt es fast als wollte sich dieser Papst angesichts der Fülle seiner Einlassungen zielgerichtet um Kopf und Kragen reden.

Ein gutes Beispiels sind die jüngsten, neuen Aussagen zu Kinderzüchtigung und Abtreibung: "Zwei oder drei Klapse auf den Hintern schaden nicht", meint Franziskus und bestätigt damit seine antiquierten erzieherischen Vorstellungen. Der Papst gilt ja bislang als Naturtalent im Umgang mit der Öffentlichkeit. Die Grundidee, dass man sich am ...

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