Kommentar

Zollitsch hat es versäumt, früh um Verzeihung zu bitten

Gerhard Kiefer

Von Gerhard Kiefer

Fr, 09. November 2018 um 21:02 Uhr

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BZ-Plus Stephan Burger, Erzbischof seit 2014, hat das Verhalten seines Vorgängers Robert Zollitsch im Missbrauchskandal kritisiert. Damit hat er Recht – allerdings stand auch dieser damals unter Zwang.

Zum ersten Mal in der bald 200-jährigen Geschichte des Erzbistums Freiburg kritisiert der amtierende Erzbischof auf offener Bühne seinen Vorgänger. Stephan Burger (56) kontra Robert Zollitsch (80): Am "Fall Oberharmersbach" haben beide Oberhirten bewiesen, wie schwierig es ist, mit dem lange vertuschten Missbrauch umzugehen.

Dass Stephan Burger, Erzbischof seit 2014, jüngst nach Oberharmersbach fuhr, um in seiner Predigt und am Tränenbrunnen in der Kirche für den mutmaßlich schwersten Missbrauch im Bistum um Verzeihung zu bitten, war eine überfällige Geste der Demut. Hatte dort doch der Pfarrer zwischen 1968 und 1991 mindestens 22, vielleicht sogar 60 junge Menschen missbraucht und das ...

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