Neue Vereinbarung

Realschule Grenzach-Wyhlen kooperiert mit 10 Firmen bei der Berufsausbildung

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Sa, 23. November 2019 um 12:58 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Realschule in Grenzach-Wyhlen sucht neue Formen, um die Schüler umfassend über die Ausbildung zu informieren. Ein bewährtes Format ist die Kooperation mit Firmen.

Etwa 330 Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland. Schüler der 8. und 9. Klassen kennen durchschnittlich etwa zwölf. Die Realschule sucht daher immer wieder neue Formen, um die Schüler umfassend zu informieren. Ein bewährtes Format ist die Kooperation mit Firmen.

Zehn Unternehmen und die Schule haben nun eine neue Vereinbarung für die Berufsorientierung getroffen.

Bereits seit vielen Jahren ist die Zusammenarbeit üblich und hat sich inzwischen vielfach bewährt. Zwar ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, wie dies gemessen werden kann, aber wenn sich Jugendliche nach reiflicher Überlegung für eine Berufsausbildung entscheiden, die sie dann bis zum Ende durchhalten und schließlich erfolgreich abschließen, ist dies wohl ein gelungener Weg.

Kontakte sollen Interesse wecken

Andererseits dienen die Kontakte dazu, bei den Kindern Interessen zu wecken und in etlichen Fällen auch Talente aufzuzeigen. Eva Wolf, zuständig für die Berufsorientierung an der Realschule, sprach während des Treffens mit den Firmenvertretern die mögliche Neugestaltung der unmittelbaren Begegnung mit den Schülern an. Bisher trafen an drei Nachmittagen die Jugendlichen nahezu alle Firmen. Künftig sollte vor diesen Begegnungen doch eine intensivere Vorbereitung stattfinden, um die Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen schon für eine Vorauswahl zu nutzen. "Wir möchten noch bessere Begegnungen ermöglichen, die sich sonst für die Schüler nur selten ergeben", beschrieb Schulleiter Christoph Bigler. " Aber wir sollten auch noch stärker darauf eingehen, welche Interessen die Jugendlichen haben. Dann werden die Gespräche mit den Fachleuten aus den Firmen noch nützlicher sein."

Realschule konzentriert sich auf Ausbildungsberufe

Mitunter sei es durchaus ratsam, Unentschlossene durch präzise Anregungen darauf zu stoßen, was sie können und welche Interessen sie haben, aber auch klar zu formulieren, was sie nicht erlernen möchten oder sollten. Besonders vor der Entscheidung für Berufe in sozialen Bereichen habe er schon oft erlebt, dass zunächst Kontakte zu hilfebedürftigen Menschen abgelehnt wurden, dann aber mit großem Eifer eine solche Ausbildung aufgenommen wurde.

Vielfalt allerdings solle weiterhin angeboten werden, um die bei den meisten doch vorhandene Unentschlossenheit stärker in zielgerichtete Suche nach geeigneten Berufsausbildungen umzulenken.

Bisher stellte die Realschule für den künftige Bildungsweg die gesamte Bandbreite bis zum Studium vor. Bigler meinte, dass wohl doch letztlich die Mehrzahl der Realschüler eine Ausrichtung zu Handwerk und Ausbildungsberufen wünscht. Die gemeinsam mit den Kooperationspartnern gestaltete Information erleichtert dann die Auswahl der Betriebe für das anstehende Schülerpraktikum.

11. Ausbildungsbörse findet im Februar statt

Solche gute Orientierung empfahl auch Schreinermeister Michael Schwab, Zielstrebigkeit für die Ausbildung beginne bereits bei den ersten Veranstaltungen dazu. Andere Firmen sehen als ersten Kontakt von Wirtschaft und Schülern durchaus ein sogenanntes "Speed Dating" als Möglichkeit, weil bereits mit schneller und konzentrierter Information auch eine Ablehnung entdeckt und damit weiterer unnützer Aufwand vermieden werden könnte.

In der neuen Kooperationsvereinbarung verpflichteten sich erneut zehn Firmen für dieses Schuljahr zur Zusammenarbeit zur Förderung der Berufswahl an der Realschule. Tosca Vogt, Vorsitzende des Förderkreises an der Schule, hatte gemeinsam mit der Schulleitung die neue Vereinbarung vorbereitet.

Am 15. Februar wird dann die mittlerweile elfte Ausbildungsbörse am Schulzentrum stattfinden.
Teilnehmer der Kooperationsvereinbarung

Heinrich Schmid; Hiebers Frische Center; DSM; Elektro Laibe; Sparkasse Markgräflerland; Sparkasse Lörrach-Rheinfelden; Stöcklin & Schwab; Endress + Hauser; Vogt Architekten; Gersbacher Bauunternehmung; Barmer Gesundheitskasse; Seniorenheim Himmelspforte Wyhlen