Kultur auf Sparflamme

Stefan Limberger-Andris

Von Stefan Limberger-Andris

Mi, 24. November 2021

Bonndorf

Folktreff sagt Veranstaltungen bis einschließlich Januar ab.

Schweren Herzens sage der Kulturverein Folktreff Bonndorf sämtliche Veranstaltungen bis einschließlich Januar ab. Vorsitzende Gudrun Deinzer unterstreicht dies in einer Mitteilung, wenn sie diese mit "Die Zeit für KultU(h)r steht still" titelt. Der Folktreff zieht angesichts der auch landesweit rasant steigenden Corona-Infektionen die Handbremse, sagt unter anderem auch die Veranstaltung zum Kleinkunstpreis "Bonndorfer Löwe" ab – zu wenig überschaubar sei die Lage, so Gudrun Deinzer.

Im laufenden Jahr ist von den Konzertabsagen noch betroffen die Veranstaltung "Onkel Fisch" (10. Dezember; Ersatztermin am 10. April). Wackelkandidaten sind 2022 bisweilen Veranstaltungen mit Sarah Straub (12. Februar) und Peter Shub (19. März), deren Auftritte vielleicht gefeiert werden können, hofft Gudrun Deinzer.

Bereits in den vergangenen Wochen abgesagt worden waren Konzerte von Fee (20. November) und der irischen Gruppe Goitse ((22. Oktober). Die Saison startete für den Folktreff pandemiebedingt erst im Juli. In den vergangenen Monaten konnten gerade mal zwei der vier anberaumten Veranstaltungen über die Bonndorfer Bühne gehen – "Poetry total" Fee Brembeck und Sulaiman Masomi (4. Juli) und Duo Luna Tic (18. September). Bisweilen fest hält der Verein an weiteren der ursprünglich für 2022 eingeplanten Kleinkunstveranstaltungen – etwa Rosemie Warth (9. April) und Cocodello (17. September), Lisa Canny (15. Oktober), Oliver Tissot (12. November) und Fireworks of Rock (10. Dezember).

Schmerzlich gestaltet sich die Absage der Veranstaltung zum Kleinkunstpreis "Bonndorfer Löwe" (22. Januar). Für die Verleihung des Kleinkunstpreises, für den derzeit sechs Künstler/ Formationen nominiert sind, habe der Verein mit großem Kraftaufwand einen Ersatztermin am Freitag, 14. Mai, anberaumt, so Gudrun Deinzer erleichtert. Nach bestem Wissen und Gewissen, habe der Folktreff bei Veranstaltungen bisher genau das ausgeschöpft, was erlaubt gewesen war. Allein schon deshalb, weil der Folktreff in einer großen Stadthalle – modern ausgerüstet mit einer Belüftung für 1750 Personen – dafür Sorge habe tragen können, dass Veranstaltungsbesucher untereinander einen 1,5-Meter-Abstand haben einhalten können. So werde man es weiter halten, wenn sich dereinst die Lage entspannen werde und wieder so etwas wie Normalität herrsche.