Terror in Paris

Satire darf alles – zum 125. Geburtstag von Kurt Tucholsky

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Fr, 09. Januar 2015 um 09:14 Uhr

Kultur

Vor 125 Jahren wurde der Satiriker Kurt Tucholsky geboren. Der Terroranschlag in Paris gibt seinen Gedanken zu dieser Kunstform eine neue Aktualität. Der berühmteste: "Was darf Satire? Alles!"

Was er wohl gesagt hätte? Was er geschrieben – oder wie manche heute mutmaßen: gebloggt hätte nach diesem rabenschwarzen Mittwoch, dem 7. Januar 2015? Kurt Tucholsky wäre sich doch wohl treu geblieben, so entlarvend, so scharfsinnig und so radikal wie gewohnt? Unvorstellbar, dass der Journalist und Schriftsteller, der heute auf den Tag vor 125 Jahren auf die Welt kam, seinen berühmtesten Aphorismus relativiert hätte: "Was darf Satire? Alles!"

Tucholsky hat den Sieg des Nationalsozialismus über die Demokratie noch erlebt. Deutschland, das Deutschland der fragilen Demokratie nach dem Ersten Weltkrieg, hatte er bereits 1924 verlassen. Er starb vor 80 Jahren im schwedischen Exil. An einer Überdosis Schlaftabletten. Leiser war der politisch so lautstarke Linke und Pazifist bereits zuvor geworden. 1932, im Jahr seines allmählichen publizistischen Verstummens, klagte er darüber, dass seine Artikel ...

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