Kunde hat das letzte Wort

Dieter Maurer

Von Dieter Maurer

Mi, 25. August 2021

Hinterzarten

Bürgermeister Tatsch rät zur Verlegung der Kabel ans Haus.

(ma). Viele Einwohner warten auf den Breitbandausbau mit Glasfaser. Wichtige Voraussetzung ist zunächst die Unterzeichnung eines Grundstücksnutzungvertrags. "Diese Unterschrift verpflichtet noch zu nichts", betont Bürgermeister Klaus-Michael Tatsch: "Damit wird die kostenlose Verlegung eines Hausanschlusses gestattet. Ob dieser aktiviert wird, bleibt dem Hausbesitzer überlassen."

Netzbetreiber ist Vodafone. Der Zweckverband hat Vodafone mit der Vermarktung der Anschlüsse beauftragt. Tatsch legt Wert auf die Feststellung: "Der Anschluss wird bei Förderfähigkeit bis zum Haus gelegt. Das ist eine Leistung des Zweckverbands und keine der Firma Vodafone. Kosten entstehen nicht."

Tatsch hatte sich sowohl beim Zweckverband als auch gegenüber Vodafone über das Auftreten von Mitarbeitern beklagt und dies in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats wiederholt: "Diese argumentieren gegenüber den Kunden teilweise mit unrichtigen Behauptungen."

Vodafone ist als Betreiber des Verbandsnetzes verpflichtet, anderen Dienstanbietern auf deren Anfrage einen Zugang auf dieses Netz zu ermöglichen, um ihre Produkte anbieten zu können. Vodafone verspricht Kunden, die sich bis zum 17. September für ihr Unternehmen entscheiden, die Verkabelung im Haus kostenlos vorzunehmen. Gleichwohl könnten die Bürger selbst entscheiden, welchen Dienst sie nutzen wollen. Tatsch: "Wichtig ist derzeit nur, dass Hauseigentümer einer Verlegung der notwendigen Kabel über ihr Grundstück zustimmen." Der Grundstücknutzungsvertrag berechtigt Baufirmen zum Leitungsbau bis zum Haus. Die Entscheidung zum Abschluss für einen solchen Vertrag muss spätestens zum Baubeginn vorliegen. Tatsch: "Genaues über den Baubeginn kann ich nicht sagen. Der Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant."

Ob die Hauseigentümer den Anschluss aktivieren, bleibt ihnen überlassen. Kosten fallen erst mit der Anschlussnutzung an. Wer sich jetzt allerdings keine Leitung zum Haus legen lässt, der muss später selbst eine Baufirma beauftragen und die Kosten dafür tragen, betont der Bürgermeister und rät Bürgern: "Stimmen Sie einer Kabelverlegung bis zum Haus zu, anschließen müssen sie nicht."