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dpa

Von dpa

Do, 09. April 2020

Sonstige Sportarten

Grobert lange gesperrt — Milliardenverlust? — Bedingungen gelockert

MOUNTAINBIKE

Grobert lange gesperrt

Die Mountainbikerin Helen Grobert (Remetschwiel/Freiburg) ist wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für vier Jahre gesperrt worden. Dies teilte die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) am Mittwoch nach einer Entscheidung des Deutschen Sportschiedsgerichtes mit. Bei der 27-Jährigen war am 15. November 2017 die verbotene Substanz Testosteron in einer Urinprobe gefunden worden. Die Sperre beginnt am 24. März 2018 und endet am 23. März 2022. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist zwei Jahre her, als Grobert von der sportlichen Bildfläche verschwand. Damals wurden erst "private Gründe" angegeben, im Juni 2018 nannte sie es auf Instagram dann "gesundheitliche Gründe". Auf der Homepage des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ist nun unter anderem der Satz zu lesen: "Dass die Sperre bei einer Ersttäterin gleich vier Jahre ist, deutet darauf hin, dass sich noch mehr dahinter verbirgt als nur der Missbrauch von Testosteron." So ist beim Landgericht Waldshut-Tiengen noch ein Strafverfahren anhängig, das auf unbestimmte Zeit ausgesetzt ist. Laut Auskunft des Gerichts, weil die Angeklagte derzeit nicht verhandlungsfähig ist.

FUSSBALL

Milliardenverlust?

Der englischen Premier League könnten Verluste in Höhe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro entstehen, wenn die laufende Fußball-Saison aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht zu Ende gespielt wird. Das erklärte Liga-Boss Richard Masters in einem Brief an den britischen Abgeordneten Julian Knight, den Vorsitzenden des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport. Sollte die Premier-League-Saison nicht fortgesetzt und regulär beendet werden, drohe dem englischen Fußball "der Verlust von Vereinen und Ligen".

Bedingungen gelockert

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das Zulassungsverfahren in der 3. Liga der Männer und der Frauen-Bundesliga gelockert, um die Clubs in der Corona-Krise zu entlasten. Unter anderem werde es in der kommenden Saison keine Zulassungsverweigerungen wegen nicht nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit geben. Die Erteilung möglicher Bedingungen, Auflagen und Sanktionen seien angepasst oder ausgesetzt worden, Punktabzüge nicht vorgesehen, aber Transferauflagen. "Die Maßnahmen sind ebenso notwendig wie logisch. Wir können in der aktuellen Situation nicht die gewohnten Maßstäbe in der dritten Liga und in der Frauen-Bundesliga ansetzen", sagte Peter Frymut, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes.