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Von BZ-Redaktion

Sa, 03. April 2021

Bildung & Wissen

Nicht nur am Meer — Ein Schafs-Wolfszentrum

FRÜHE MENSCHENFUNDE

Nicht nur am Meer

Ein internationales Forscher-Team liefert erstmals mehr als 100 000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas. Das meldet die Uni Innsbruck, deren Geologe Michael Meyer Teil des Teams ist. Damit seien die Ursprünge der menschlichen Spezies nicht mehr nur in Küstennähe zu finden, so die Uni weiter. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht. "Vielfach wird die Meinung vertreten, dass Verhaltensinnovationen in der frühen Menschheitsgeschichte mit der Küste und Meeresressourcen verbunden sind", erläutert Meyer. Die jetzigen Funde belegten, "dass diese steinzeitlichen Binnenmenschen Verhaltensweisen und kognitive Fähigkeiten an den Tag legten, die gleichwertig sind mit jenen, die man beim Homo sapiens zur gleichen Zeit in unmittelbarer Küstennähe antrifft", so Meyer, der für die Datierung der Sedimentproben aus den südafrikanischen Ausgrabungen verantwortlich war.

SCHUTZ VON WEIDETIEREN

Ein Schafs-Wolfszentrum

In Eberswalde (Brandenburg) hat ein neues "Bundeszentrum Weidetiere und Wolf" eröffnet. Seine Aufgabe soll es sein, praxisgerechte Lösungen zur Koexistenz von Weidetieren und Wolf zu erarbeiten, so das Landwirtschaftsministerium. Derzeit verdoppele sich der Wolfsbestand in Deutschland alle drei bis vier Jahre. Die Anzahl von durch Wölfe verwundete und getötete Tiere ist von 40 im Jahr 2006 auf rund 2900 Tiere im Jahr 2019 angestiegen, so das Ministerium. 86 Prozent davon seien Schafe und Ziegen. Das Zentrum wird mit jährlich 300 000 Euro ausgestattet und soll unter andrem die angewendeten Herdenschutzmaßnahmen in den Ländern evaluieren.