Kurzärmlig im Frühjahrsschnee weit weg vom Podest

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Fr, 01. März 2019

Nordische Kombination

Fabian Rießle muss sich beim Normalschanzen-Wettbewerb mit Rang 17 begnügen und bleibt bei der WM ohne Einzelmedaille.

SKI NORDISCH (jb). Es war die erste Niederlage der deutschen Nordischen Kombinierer bei der WM in Seefeld. Wieder mit Gold geliebäugelt hatten sie, eine Medaille war im Matchplan von Bundestrainer Hermann Weinbuch fest eingeplant. "Heiß" auf seine erste Einzelmedaille bei einer Weltmeisterschaft war auch Fabian Rießle (28) von der SZ Breitnau, der am Sonntag zusammen mit Großschanzen-Einzelweltmeister Eric Frenzel im Zweier-Teamsprint souverän Gold gewonnen hatte. Doch am Donnerstag zählte der Hochschwarzwälder schon nach der ersten der 4 x 2,5 Runden im tiefen Tiroler Sulzschnee zu den Geschlagenen.

Als 18. war Rießle nach dem Springen mit 1:17 Minuten Rückstand auf Sprunglaufsieger Jarl Magnus Riiber (Norwegen), der sich mit furiosem Endspurt vor Bernhard Gruber (Österreich) und dem Japaner Akito Watabe den Weltmeistertitel sicherte, ins Rennen gegangen. Kurzärmlig lief der St. Märgener hinterher und überquerte abgeschlagen als 17. den Zielstrich. "Ich denke nicht, dass wir uns voll ausgekotzt haben", so Bundestrainer Herrmann Weinbuch, der Mitte des früh verlorenen Rennens den geschlagenen DSV-Kombinierern ein bisschen Tempodrosselung verordnete. Schließlich galt es "Körner" zu sparen, für den prestigeträchtigsten Wettbewerb der WM.

Im Staffelwettbewerb über 4x10 Kilometer sind Fabian Rießle und seine Teamkollegen am Samstag zum dritten Mal in Folge Titelverteidiger. Doch die Konkurrenten scheinen in Bestform. Die Österreicher stellten am Donnerstag in Bernhard Gruber den Vizeweltmeister, Franz Josef Rehrl skatete auf Rang vier, Mario Seidl wurde Siebter. Die Norweger platzierten mit Weltmeister Riiber, Espen Bjoernstadt (6.) und Joergen Graabak (9.) ebenfalls drei Athleten unter den besten zehn. "Manchmal klappt’s halt auch nicht", fasste Weinbuch den ernüchternden WM-Donnerstag zusammen: "Wir haben keine richtig guten Sprünge gezeigt."