Windkraft

Ein Symbol der Energiewende

Manfred Schreiber

Von Manfred Schreiber (Kirchzarten)

Fr, 14. Juni 2019

Leserbriefe

Zu: "Alternativen zur Windkraft", Kommentar von Wulf Rüskamp (Politik, 4. Juni)

Herr Rüskamp meint, beim Umweltminister Untersteller für den Bau von Windkraftanlagen auch die Absicht – "Rotoren als sichtbares Symbol der Energiewende" – ausgemacht zu haben. Also Windräder als weithin sichtbare Zeichen der Energiewende in unserem Land (und damit der Partei, die diese Wende allein vorangetrieben hat). Dieser Gedanke kam mir auch schon mal, besonders dann, wenn ihre Befürworter so besonders vehement gerade gegen das Argument der Landschaftsverschandelung polemisierten.

Denn für diese war es der ersehnte bestmögliche Anblick und Symbol der vermeintlichen Energieversorgung aus rein erneuerbaren Energien. Die Windräder höher als der Freiburger Münsterturm oder gar der Kölner Dom, weithin sichtbar und von niemandem zu übersehen auf unseren Bergspitzen. Ob sie für die Energiewende was bringen oder deshalb Fessenheim abgeschaltet wird, sei dahingestellt. Es erinnert mich daran, wie seinerzeit die Kirchen auf markanten Erhebungen Kapellen errichtet haben, gerade auch in der Gegenreformation, um von überall her sichtbar zu machen, welchen Glaubens das Land ist. Man kann diesen Anblick der Kapellen im Dreisamtal gut beobachten. Manfred Schreiber, Kirchzarten