Leserbriefe

Catherin Hexel, Emmendingen

Von Catherin Hexel & Emmendingen

Sa, 24. Oktober 2020

Leserbriefe

LÜFTEN IN DER SCHULE
100 Euro pro Kind müssen drin sein
Zum BZ-Artikel "Das frierende Klassenzimmer" vom 22. Oktober
Am Dienstagabend dieser Woche wurde das Thema der kurzfristigen Anschaffung mobiler Lüfter für die Klassenzimmer der Schulen, für Kindergärten und Kitas erstmals im Gemeinderat – und das über mehrere Fraktionen hinweg wohlwollend – angesprochen. Die Frage ist nicht, ob wir Lüfter anschaffen. Die Frage lautet, wie wir uns noch eine ausreichende Anzahl sichern können. Bayern hat bereits Anfang Oktober 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt. NRW folgte mit der gleichen Summe gestern. Im Bund wird überlegt, ob man ein schon aufgelegtes Programm auf mobile Lüftungsgeräte ausweitet.

Jetzt ist eine sofortige Testphase nötig, zum Beispiel für schwer zu lüftende Räume sowie Einrichtungen, in denen Kinder keine Masken tragen können oder Erwachsene gefährdet sind. Danach muss ein realistisches Gesamtkonzept her. Die Kosten von zirka 100 Euro pro Kind müssen uns unsere Kinder und deren Bildung wert sein.

Lüfter und Klimaneutralität – geht das? Das müssen wir ausrechnen und abwägen. Wie viel CO2 und Kosten entstehen durch zusätzliche Heizung bei geöffneten Fenstern? Auch die Energiekosten des Homeschoolings zählen dazu, wenn Schüler nach den Herbstferien jede zweite Woche online unterrichtet werden. Corona wird bleiben und wir können nicht alle Schulen nachträglich mit RTF- Anlagen nachrüsten.

Umweltbundesamt rät zu Wärmetauschern
An Schulen (und anderswo) wird zum Fenster hinaus geheizt. Viel frische Luft brauchen Schülerinnen und Lehrerinnen ohnehin; und coronabedingt besonders. Manche haben die Fenster dauernd geöffnet, andere öffnen sie häufig. Schon jetzt frieren viele und sie werden noch mehr frieren, wenn der Winter kommt.

Es gibt schon Schulen (zum Beispiel in Offenburg) mit Einzellüftungsgeräten mit Wärmetauschern. Dabei wärmt die Abluft über einen Wärmetauscher die frische Zuluft auf. Es gibt zahlreiche Hersteller solcher Geräte, die in bestehenden Gebäuden in jedes Klassenzimmer in der Außenwand einbaubar sind.

Das Umweltbundesamt empfiehlt solche Wärmetauscher. Zuständig sind die Schulträger. Was ist in Emmendingen geplant? Wann wird gehandelt?

Oskar Kreuz, Erhard Schulz, Emmendingen

ABSAGE DER EISBAHN
Den Eisweiher reaktivieren
Zum BZ-Artikel "Die Eisbahn steht auf der Kippe" vom 15. Oktober
Keine Frage: Die Kunsteisbahn auf Emmendingens Marktplatz ist vom ökologischen Standpunkt aus gesehen schwierig darzustellen. Im Zuge der Idee, den Kollmarsreuter-Dorfbach wieder offen zu legen, könnte man sich aber auch des ehemaligen Eisweihers zur Versorgung des Eisbedarfes des ZfP erinnern, die Reste davon sind heute noch zu sehen. Die Reaktivierung wäre unter Einbeziehung des bereits vorhandenen, aber verdolten Wassers des Dorfbaches mit überschaubaren Mitteln zu verwirklichen. Das Projekt käme im Betrieb ohne Strom und Sonstiges aus, unterstützt die Klimafit-Aktion der Stadt, macht dieselbe zum Beispiel und Vorreiterin für Andere. Eine geschenkte Natureisbahn, wenn das Wetter dafür ist und das haben wir selbst in der Hand.