Leserbriefe

Gerhard und Eda Siefert, Lahr

Von Gerhard, Eda Siefert & Lahr

Sa, 12. September 2020

Leserbriefe Ortenau

ALTVATER
Wir sind froh, wenn das ein Ende hat
Dem Leserbrief von Gudrun Weber, die sich für eine weitere Nutzung des Altvater-Geländes ausspricht ("Sinnlos der Natur überlassen"/BZ vom 9. September) widersprechen BZ-Leser.
Angesichts der Tatsache, dass wir Menschen uns auf unserem Planeten immer weiter ausbreiten, immer mehr Natur zerstören und immer mehr Arten ihren Lebensraum rauben, kann es nie sinnlos sein, der Natur auch mal wieder etwas zurückzugeben.

Die zukünftigen Bewohner der neuen Baugebiete am Altvater haben die gute Gelegenheit, in dem nahen Wald spazieren zu gehen oder zu wandern und Kinder können dort noch ursprüngliche Naturerfahrungen machen. Wie vielen Stadtmenschen ist so etwas so einfach möglich?

Es ist nicht notwendig, in einem Waldgebiet eine Einrichtung zu betreiben, um dort Fest zu feiern. Leider wurde das Anwesen immer wieder von rücksichtslosen Zeitgenossen benutzt, um bis in die tiefe Nacht hinein mit lauter Musik – auch Rockbands waren schon zugange – nicht nur die Waldtiere zu erschrecken, sondern auch uns Bewohnern in Burgheim den Nachtschlaf zu rauben. Und es verging kein Jahr, wo nicht irgendjemand um Mitternacht mit Böllern und Silvesterraketen dort oben seinen Geburtstag oder sonst was feierte. Wir sind froh, wenn das nun mal endlich ein Ende hat. Wenn man daraus eine Begegnungsstätte machen möchte, dann bitte eine in einem naturverbundenen Sinn, so wie zum Beispiel auf dem Langenhard die Ökostation.

FRIEDRICH-EBERT-PLATZ
Das grenzt an Geschmacklosigkeit
Im Rahmen des Stadtgulden-Projekts hat die Lahrerin Bettina Steuert Verbesserungen auf dem Friedrich-Ebert-Platz angeregt (die Badische Zeitung hat berichtet). Mit der Umsetzung durch die Stadt ist sie allerdings nicht zufrieden.

Die neuen Bänke am Friedrich-Ebert-Platz sind okay, da man sie in beide Richtungen benutzen kann. Den Mülleimer finde ich zu weit entfernt, da viele (vor allem jüngere) Mitmenschen keinen zusätzlichen Schritt auf sich nehmen, um ihren Abfall zu entsorgen.

Ein absoluter Fauxpas ist die Einbetonierung der Bänke (siehe Foto). Das grenzt an Geschmacklosigkeit. Wie es anders geht, sieht man nicht weit entfernt an der Ampel. Ansonsten wurde die Grünfläche bislang weder begradigt noch frisch angesät. Im Frühjahr kommen angeblich Blumenzwiebeln in die Erde. Fazit: Viel öffentliches Geld für wenig Bänke und eine geschmacklose Befestigung. Das nächste Mal bin ich für die Spende des gesamten Betrags an eine soziale Organisation. Dabei würde ich mich um einiges besser fühlen als bei diesem Projekt.