Leserbriefe

Michael Vollmer (Titisee-Neustadt)

Von Michael Vollmer (Titisee-Neustadt)

Do, 01. Oktober 2020

Titisee-Neustadt

MOTORRADLÄRM
Es helfen nur Messungen und Bußgeldbescheide
zu: "Kampf dem Lärm", BZ vom 24. September, Seite 17:
Ich fahre seit 49 Jahren Zweirad und verstehe diese Menschen, die es vor lauter Lärm schier nicht mehr aushalten. Manche Kollegen jagen mit ihren vor allem japanischen 160 PS-Boliden wild durch die Prärie, ohne nach links oder rechts zu schauen. Zudem sind die Auspuffanlagen manipuliert, was das Motorrad noch lauter macht. Maschinen mit hohen Drehzahlen hören sich wie laute Rasenmäher an, und wenn sie in Gruppen bewegt werden, fängt sogar mein Hund an zu heulen, wenn ich mit ihm unterwegs bin.

Wenn mehr als fünf Biker mit ihren japanischen Maschinen unterwegs sind, hört sich das anders an als ein leichter Donnerhall von fünf Harleys. 50 Vespa-Roller hört man gar nicht. Zudem hat die Verkehrsdichte so zugenommen, dass es bereits zum Verkehrskollaps gekommen ist. Im Grunde genommen leiden wir Menschen alle an Lärmbelästigung – den ganzen Tag über und auch in der Nacht. In einer Großstadt ist das alles ja wesentlich extremer als beispielsweise in der Orne oder im Jostal. Die Menschen, die direkt neben dem Neustädter Münster ihre Wohnungen haben, werden ja auch nicht durch das Geläut der Glocken krank, sonst wären sie ja schon lange weggezogen. Ich selbst kann den Lärm um mich herum ausblenden, verstehe aber Menschen, die das nicht können. Falls die Polizei nichts Wichtigeres zu tun hat, und dies bezweifle ich, helfen nur Messungen, Messungen und Bußgeldbescheide, die jedem Einzelnen richtig weh tun. Tiefenmeditation eines jeden selbst hilft auch.

Michael Vollmer, Titisee-Neustadt

Nur peinlich
Ich bin gespannt, was als Nächstes verboten werden soll. Das ist meines Erachtens nur peinlich. Haben diese Gemeinden keine anderen Sorgen ?

Gisela Huber, Titisee-Neustadt