BZ-Interview

Wie Professx eine wirklich gendergerechte Sprache sieht

Ronny Gert Bürckholdt

Von Ronny Gert Bürckholdt

Mo, 20. Juli 2015 um 16:14 Uhr

Liebe & Familie

Der Feminismus müht sich, die Sprache zu verändern, um die Gesellschaft zu verändern. Dabei brachte er auch unbrauchbare Konzepte hervor. Gelingt nun mit der Endung -x oder -iks der Durchbruch?

Lann Hornscheidt hat vor einiger Zeit ein Neues mitentwickelt. Es betont die Tatsache, dass es viele Menschen gibt, die sich weder als Frau noch als Mann fühlen. Mit Hornscheidt hat sich Ronny Gert Bürckholdt unterhalten.

BZ: Guten Tag, ich bin etwas nervös.
Hornscheidt: Wieso?

BZ: Ich möchte nichts Falsches sagen.
Hornscheidt: Seien Sie unbesorgt!

BZ: Wie darf ich Sie ansprechen?
Hornscheidt: Am besten mit meinem Namen, Lann Hornscheidt.

BZ: Nicht lieber Professx Hornscheidt?
Hornscheidt: Akademische Titel werden in Deutschland überbewertet. Sagen Sie Lann Hornscheidt, nur im akademischen Rahmen Professx Hornscheidt!

BZ: Lann Hornscheidt, Sie und Ihre Mitstreiterixs ... – ist das so richtig?
Hornscheidt: Wenn Sie die männliche Form vermeiden wollen, empfehle ich Ihnen, Mitstreitxs zu sagen.

BZ: Gut, Sie und Ihre Mitstreitxs von der AG Feministisch Sprachhandeln haben den Leitfaden "Sprachhandeln – aber wie? W_ortungen statt Tatenlosigkeit" geschrieben. Nachdem ich den gelesen habe, drängte sich mir eine Frage auf: Was antworten Sie Menschen, die niemanden diskriminieren wollen, die aber finden, die gendergerechte Sprache sei unglaublich kompliziert geworden?
Hornscheidt: Ich gehe davon aus, dass niemand diskriminieren will. Trotzdem diskriminiert Sprache oft, solange wir denjenigen nicht zuhören, die sich diskriminiert fühlen. Anders als vor 30 Jahren melden sich heute zum Beispiel Menschen zu Wort, die sich weder als ...

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