Naziauftrag an ein Genie

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Di, 18. September 2012

Literatur

Benjamin Geisslers Rekonstruktion der Bilderkammer des Bruno Schulz im Freiburger E-Werk.

Es war ein Auftrag des Vaters, und der Sohn hat ihn übererfüllt. Gemeinsam machten sich der Schriftsteller Christian Geissler und der Dokumentarfilmer Benjamin Geissler 2001 auf die Suche nach dem als verschollen geltenden letzten Werk des jüdischen Schriftstellers und Künstlers Bruno Schulz in der ukrainischen Stadt Drohobycz: Als Protegé und Sklave des SS-Mörders Felix Landau hatte Schulz das Kinderzimmer in dessen Villa mit Märchenmotiven ausgemalt. Bei den Dreharbeiten zu Geisslers Film "Bilder finden" stieß das Team auf das heruntergekommene Haus und übertünchte Reste von Schulz’ Fresken in der Speisekammer. Nach der Freilegung wurden drei der acht Fragmente in einer Nacht- und Nebel-Aktion von Mitarbeiter der Yad Vashem Gedenkstätte in Jerusalem geraubt.

Benjamin Geissler hat das Ensemble, dessen Rest ...

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