Nietzsche Werke „letzter Hand“

Der Denker auf Taubenfüßen

Andreas Urs Sommer

Von Andreas Urs Sommer

Sa, 14. Dezember 2013

Literatur

Die ersten beiden Bände der "Basler Ausgabe" von Friedrich Nietzsches Werken "letzter Hand".

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs veröffentlichte die Herausgeberin von Friedrich Nietzsches Werken, seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche, einen Artikel, um die Kriegstauglichkeit ihres 1900 gestorbenen Bruders herauszustreichen. Sie berichtet von einem Franzosen, der gemeint habe: "Bismarck ist Nietzsche in Kürassierstiefeln, und Nietzsche mit seiner Lehre vom Willen zur Macht als Grundprinzip des Lebens ist Bismarck im Professorenrock." Kürassierstiefel: Eine vorzügliche Leitmetapher für Förster-Nietzsches Herausgebertätigkeit! Nietzsche sollte als Synonym für militaristischen Heroismus dem kaiserzeitlichen Publikum mundgerecht serviert werden. Mit diesem höheren Zweck vor Augen schreckte die Schwester nicht vor rabiaten Eingriffen in die originale Gestalt von Nietzsches Werken, Nachlass und Briefen zurück. Seit ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ