Korrektur einer Biographie

Von Ludger Lütkehaus

Von Von Ludger Lütkehaus

Sa, 13. September 2008

Literatur

Vor hundert Jahren wurde Alexander Mitscherlich geboren. Die Enkelgeneration wirft einen kritischeren Blick auf den Psychoanalytiker / Von Ludger Lütkehaus

B is zu seinem Tod 1982 war er die beherrschende Figur der deutschen Nachkriegspsychoanalyse, ja, mit seinen Mentoren und Weggefährten von der "Kritischen Theorie" eine Zentralgestalt der "intellektuellen Gründung der Bundesrepublik": Alexander Mitscherlich. Der Neuaufbau der Psychoanalyse nach 1945, gipfelnd 1960 in der Gründung des Sigmund-Freud-Instituts, und der Anschluss an die internationale Psychoanalyse war ihm zu danken, mehr noch sein gesellschaftliches und politisches Engagement. Die Verleihung des "Friedenspreises des deutschen Buchhandels" 1969 krönte ein Lebenswerk, in dem sich der Aufstieg einer Person mit dem Aufbau einer Disziplin und eines demokratischen Gemeinwesens verband. "Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft" (1963) – so einer seiner markanten Buchtitel, der neben der "Unwirtlichkeit unserer Städte" (1965) und der "Unfähigkeit zu trauern" (1967) zu einem Leitbegriff des kritisch geschärften ...

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