"Wir stehen für die Lesestadt"

Willi Adam

Von Willi Adam

Do, 22. November 2012

Lörrach

BZ-INTERVIEW mit Florian Nantscheff, der nach 20 Jahren als Bibliotheksleiter in Lörrach in den Ruhestand wechselt.

LÖRRACH. Zwei Jahrzehnte hat Florian Nantscheff die kontinuierliche Entwicklung der Lörracher Stadtbibliothek geprägt. Nun hat er seinen Ruhestand angetreten. Im Gespräch mit BZ-Redakteur Willi Adam blickte Florian Nantscheff auf die rasante Entwicklung der Medienlandschaft und der Stadtbibliothek zurück.

BZ: Es soll Menschen geben, die sich nur schwer von Büchern trennen können. Wie ist das bei Ihnen?
Nantscheff: Ich habe den Vorteil, immer wieder hierher kommen zu können. Außerdem habe ich auch zu Hause noch ein paar Bücher.

BZ: Also keine Wehmut zum Abschied?
Nantscheff: Doch, natürlich. Wehmut ist dabei, wenn ich mich von meinem Team verabschieden muss, oder von Kunden, die man im Laufe der Jahre kennengelernt hat, oder von den Kollegen in anderen Einrichtungen, mit denen ich in einem ganzen Netzwerk verbunden war. Aber: Nach 20 Jahren kann man so etwas auch neuen Leuten übergeben, und bei meiner Nachfolgerin Sabine Dietrich weiß ich die Bibliothek in guten Händen.

BZ: Und wenn Sie tatsächlich dann zum Bücherausleihen wiederkommen, dann können Sie das zu ganz unterschiedlichen Zeiten tun. Zeigt allein die Ausweitung der Öffnungszeiten, wie sich die Bibliothek gewandelt hat?
Nantscheff: Die Bibliothek war am Anfang eine kleine Bücherstube mit 25 Öffnungsstunden, jetzt haben wir 35. Sie ist in dieser Zeit ein modernes Informations- und Medienzentrum geworden. Wir verleihen sogar E-Book-Reader.

BZ: Also nichts mehr mit Schmökern im romantischen Sinn?
Nantscheff: Früher hat man noch gedacht, eine Bibliothek hat halt Romane für die gebildeten ...

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