Grillfeschtli isch kei Barbecue

LUEGINSLAND: Ä Ritual wird verhunzt

Martin Wangler

Von Martin Wangler

Sa, 06. Juni 2020

Kolumnen (Sonstige)

Bi nere "Barbecue Party" gohts vornehm zue: D Bierbänk sin unter Stoff-Husse vusteckt, uff dä Tisch stänn ä huufe Gläser - zum Wasser trinke!! Serviettli, Bliemli un Kerzli ussem IKEA werre schick dezue na dekoriert.
Grillt wird uffeme mobile Hightech-Edelstahlgrill mit Gas-, Wasser- un Stromanschluss, mit integriertem Kielschrank, dass s Tofuwürschtli jo itte warm uff dä Grill kunnt. Für so en Monschtergrill muesch ordentlich bleche. Sunsch vudiene die 5-Schtern-Gurmeehansele nix, die zum eine dä Grill empfehle un einem zum andere die abartigschte Rezept uffschwätze. Wa die alles bruuche?! Saloht, Dipp, Marinad, greichti Spänli, Kritterbutter, Gmiäs, Fisch, Pilz un Käs. Jo, sogar zwei Grillzange: eini für d Vegetarier un die ander für d Nichtvegetarier. Für die jämmerlich Hand voll Fleischfresser gitts nu e paar mickrige Häppli un die werre vorher vier Woche inerre Sojatunke iiglegt, dass sie au jo nimmi noch Tier schmecke. Un wenn z Naacht heim kunnsch, häsch immer no Hunger. Des isch doch nix!
Wissener, wa mer zum Grille wirklich bruucht?
Ä räächt Fiir, ä Stuck Fleisch, ä Brot un ä Bier!