En Wälder un Dschänder

LUEGINSLAND: Am End ä -ende

Martin Wangler

Von Martin Wangler

Sa, 03. April 2021

Kolumnen (Sonstige)

Ich will au mit dä Zitt gau! Drum bschäftig ich mich grad arg mittem Thema "Gender". Ich schwätz ab sofort nimmi vu "Wiiber", sondern nu no vu "Fraue".
Wo’s goht, vuwend ich d wiiblich Form. Am beschte goht sell bi Berufsgruppe, wo mer kennt: Koch/Kechi, Putzfrau/Putzmaa, Zimmermaa un Zimmerfrau. Mer kann au ä Sternli* nemme, wie zum Beischpiel bi Prophet*inne. Aber gitt’s überhaupt Prophetinne? Erzbischöf*inne gitt’s sicher keini! Ä witteri Meeglichkeit isch am End ä –ende z schriibe. No heißt’s Putz-ende, Waldarbeit-ende un, bsunders schää, Hebamm-ende.
Ganz schwierig isches im ä Satz. Dodezue ä Beischpiel: "D Schwarzwälder*innen sinn muulfuul!" Des stimmt zwar grammatikalisch, isch aber inhaltlich total vukehrt. Well, manch Frauezimmer hätt im Wald durchuus ä loosi Gosche. Sogar in dä gendergerechte Tagesschau berichte sie itte vu Täter*innen sondern vu Tätern un vu Gewaltverbrechern un ganz beschtimmt itt vu Gewaltverbrech-ende.
"Radikale Gleichmacher*innen" wänn dä Unterschied zwische Männer und Fraue sogar ganz abschaffe. Mer sait dann nimmi Fraue, sondern "menstruierende Menschen".
So ebbis werr ich uff gar keinen Fall sage! In miine männliche Ohre isch des ä gruusige Beleidigung. Denn eigentlich sinn Maa un Frau an dä meischte Stelle gliich un genau dirt, wo mer vuschiede sinn, basse mer doch hervorragend zämme!