Mächtig Druck auf dem Pedal

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Von BZ-Redaktion & Hans-Georg Brachat

Do, 24. September 2020

Mountainbike

MTB-Sprinter Simon Gutmann Weltcup-Zehnter in Belgien.

(BZ). Lange hat er darauf gewartet und sich mit dem durch die Corona-Pandemie erzwungenen Lockdown arrangiert. Für den Breitnauer Simon Gutmann, der als explosiver Sprinter auf dem Mountainbike zu den Besten in der rasanten Disziplin des "Eliminator-Sprints" zählt, waren es harte Monate, fast ohne Wettkämpfe. Und doch ließ er sich nicht entmutigen, trainierte engagiert wie seine Teamkollegen vom Breitnauer Bike-Cases-Merida-Rennstall, den seine Mutter als couragierte Teamchefin führt. Jetzt, da der Herbst beginnt, dürfen auch die Mountainbiker wieder auf internationaler Ebene ihr Können zeigen. In der kommenden Woche stehen in Nove Mesto nach einem langen Streichkonzert die ersten und einzigen Cross-Country-Weltcup-Rennen des Jahres 2020 an. Für Simon Gutmann begann die ultrakurze Weltcupsaison der MTB-Sprinter am vergangenen Wochenende im belgischen Waregem. Ein Weltcup mit rein europäischer Beteiligung auf höchstem Niveau. Gemeinsam mit seinem Bruder Marius Kottal hatte sich Gutmann auf den Weg nach Waregem gemacht. Im Prolog und danach in den Heats belegte der 24-Jährige im Klassefeld der Eliminator-Sprinter einen ausgezeichneten zehnten Platz. "Ich bin mit meinem Ergebnis ganz zufrieden, zumal ich erst wieder zu meiner Sprintform zurückfinden muss", so Gutmann. "Ich bin überrascht, was ich für einen Druck aufs Pedal bringen konnte." Im darauffolgenden UCI-Short-Race präsentierte sich Gutmann erneut topfit und belegte den sechsten Platz. Sein Bruder Marius überfuhr als Zehnter die Ziellinie.