Kreis Emmendingen

Tödlicher Badeunfall am Malterdinger Baggersee – Rettungshubschrauber im Einsatz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 09. August 2020 um 19:52 Uhr

Malterdingen

Am Wochenende haben sich drei Badeunfälle in Südbaden ereignet. Zwei trugen sich in der Ortenau zu, einer im nördlichen Breisgau. Ein Problem waren zugeparkte Rettungswege.

Update vom Montag, 13 Uhr: Der Verunglückte ist am Montag im Krankenhaus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer bei Badeunfällen allein an diesem Wochenende auf drei.

Ein großes Aufgebot an Rettern und Helfern ist am Sonntagnachmittag zum Malterdinger Baggersee geeilt. Nach Angaben des THW-Ortsverbandes Emmendingen war der Alarm um 17.08 Uhr eingegangen. 25 Minuten später waren die Einsatzkräfte vor Ort.

Der Pressemitteilung zufolge war ein Mensch im Wasser untergegangen. Laut THW wurde er eine knappe halbe Stunde nach der Alarmierung von einem Taucher der DLRG etwa 15 Meter vom Ufer entfernt gefunden. Er konnte zunächst reanimiert werden und kam mit dem Hubschrauber in eine Freiburger Klinik, wo er am Montagmorgen verstarb. Den Tod des Mannes gab die Polizei am Montagmittag bekannt.

Den Angaben zufolge handelte es sich um einen 30-jährigen Rumänen, der allein mit einer Luftmatratze auf dem See unterwegs gewesen sei, während seine Begleitpersonen am Ufer verweilten. Der Mann sei als Nichtschwimmer bekannt gewesen. Seine Begleiter hätten demnach "irgendwann die allein schwimmende Luftmatratze auf dem See" bemerkt.

Bereits am Samstag hatte sich im Waldmattensee im Lahrer Ortsteil Kippenheimweiler ein tödlicher Badeunfall ereignet: Eine 19-Jährige Nichtschwimmerin war in dem See in der Ortenau ertrunken.

Rettungswege zugeparkt

Sowohl in Lahr als auch in Malterdingen hatten die Rettungskräfte bei der Anfahrt Schwierigkeiten, weil Autos von Badegästen die Zufahrten zuparkten und die Rettungsfahrzeuge kaum durchpassten.

Ein weiterer Badeunfall ereignete sich am Sonntag im Matschelsee nahe Kürzell, ebenfalls im Ortenaukreis. Weil ein Taucher am Sonntag am Ende eines Tauchgangs im See zu schnell an die Oberfläche aufgestiegen war, geriet er in Not und verlor für kurze Zeit das Bewusstsein. Rettungskräfte konnten ihn ins Lahrer Krankenhaus bringen. Er schwebte nicht in Lebensgefahr.

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