Zischup-Interview mit Polizisten Sascha Braband

"Man kann Menschen helfen"

Selma Ben-Mbarek, Alexandra Scharkowski, Cansu Ünsal, Klasse 8a, Pestalozzi-Realschule

Von Selma Ben-Mbarek, Alexandra Scharkowski, Cansu Ünsal, Klasse 8a, Pestalozzi-Realschule (Freiburg)

Mo, 15. Juli 2019 um 00:00 Uhr

Schülertexte

Wie wird man Polizist? Die drei Schülerinnen Selma Ben-Mbarek, Alexandra Scharkowski, Cansu Ünsal aus der Klasse 8a der Freiburger Pestalozzi-Realschule haben dazu Sascha Braband interviewt. Braband ist Polizist in Freiburg-Halsach.

Zischup: Warum haben Sie diesen Beruf als Polizist gewählt?
Braband: Ich hab’ schon immer gerne mit Menschen zu tun. Und was ich in dem Beruf ganz wichtig finde ist, dass man für Gerechtigkeit sorgen kann. Also das war der Grund, weil man Menschen helfen kann. Der Beruf ist unheimlich vielfältig, und man kann, ohne die Arbeitsstelle zu wechseln, in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, so dass man gemäß seinen Begabungen eingesetzt werden kann.
Zischup: Wie ist der Ausbildungsweg?
Braband: Ich hab die mittlere Reife gemacht, dann habe ich das kaufmännische Berufskolleg besucht. Damals war das so, dass man eine zweijährige Grundausbildung bei der Bereitschaftspolizei gemacht hat. In dieser Grundausbildung musste man ein einmonatiges Praktikum und dann einen Abschlusslehrgang von einem Halbjahr machen, dann war man quasi fertig ausgebildeter Polizist. Man hat auch die Möglichkeit, sich zum gehobenen Dienst zu bewerben, dann muss man einen Zulassungstest schreiben. Wenn man den besteht, kann man nach Villingen-Schwenningen auf die Fachhochschule und hat dort die Möglichkeit zu studieren.

Zischup: Was war der schlimmste Fall bis jetzt?
Braband: Ich war schon in mehreren Bereichen tätig. Ich war unter anderem bei der Verkehrspolizei im Bereich Unfallaufnahme tätig, dann war ich im Streifendienst und vorher auch in der Einsatzunterstützung und auch als Sachbearbeiter beim Polizeiposten Freiburg-Haslach. Der schlimmste Fall war bei der Verkehrspolizei, da kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem eigentlich Unbeteiligte, die mit dem Unfall im Prinzip nichts zu tun hatten, ums Leben gekommen sind.
Zischup: Wie lang kann ein Fall dauern? Und wie geht man vor?
Braband: Das kann man so nicht sagen, das kommt auf den Fall drauf an. Man muss sich natürlich erst mal informieren, dann eine Vernehmung führen – und je nachdem, wie umfangreich so ein Fall ist, kann das relativ schnell gehen, kann aber auch länger dauern.