Psychischer Ausnahmezustand

Mann schießt in Hasel mit einem Revolver um sich

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 24. März 2020 um 13:39 Uhr

Hasel

Ein Mann hat laut Polizei in einem psychischen Ausnahmezustand am Montagabend in Hasel mit einem Revolver um sich geschossen. Eine Hauswand wurde getroffen. Der Mann ist in einer Klinik.

Offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand hat ein Mann am Montagabend in Hasel mit einem scharfen Trommelrevolver um sich geschossen. Er traf dabei eine Hauswand. Wie die Polizei mitteilt, kam es gegen 19.20 Uhr zu einem größeren Polizeieinsatz. Zeugen hatten gemeldet, dass sie aus einer Wohnung Schussgeräusche wahrgenommen hatten. Als die Polizei eintraf, entdeckten die Beamten an einer Hauswand ein Einschussloch. Ein Anwohner gab sich daraufhin zu erkennen und erklärte, dass er lediglich Böller beziehungsweise Knaller aus dem Fenster geworfen hatte. Die weiteren Abklärungen in der Wohnung, in der sich zwei Männer und eine Frau aufhielten, überführten ihn allerdings der Falschaussage: Es stellte sich heraus, dass tatsächlich zwei Schüsse aus einer unbekannten Waffe abgegeben worden sein sollen.

Niemand wurde verletzt

Personen wurden dabei offenbar nicht verletzt. Eine Hausdurchsuchung der Polizei brachte zunächst keinen Erfolg, die Waffe war offensichtlich vor Eintreffen der Beamten im Wald versteckt worden. Unter Mithilfe des Technischen Hilfswerkes (THW) wurde das Waldstück dann am Dienstag abgesucht und die Einsatzkräfte fanden einen Trommelrevolver. Hintergrund des Geschehens dürfte ein psychischer Ausnahmezustand eines Mannes gewesen sein, schreibt die Polizei. Er wurde in eine Fachklinik eingewiesen. Das Polizeirevier Schopfheim ermittelt unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.