Markierte Parkflächen sollen erst einmal bleiben

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Mi, 24. November 2021

Merdingen

Merdinger Gemeinderat stimmt zu, dass gelbe Probe-Markierungen durch weiße ersetzt werden / Hinweis auf notwendige Kontrollen.

. Mehrheitlich beschloss der Merdinger Gemeinderat kürzlich, im Rahmen eines Parkraumkonzepts die vorläufigen gelben Parkflächen-Markierungen durch dauerhafte weiße zu ersetzen. In der Kirchgasse sollen diese einseitig auf der Ost- und der Südostseite angeordnet werden, im Löschgraben soll es eine alternierende Anordnung sein. Nach einem Jahr möchte die Verwaltung erneut prüfen, ob das so ausreicht oder ob Weiterentwicklungen notwendig sind.

Im Oktober 2019 habe der Gemeinderat beschlossen, bei der unteren Verkehrsbehörde verschiedene verkehrsregelnde Anordnungen zu beantragen, um die Verkehrssicherheit im Dorf zu erhöhen, erklärte Bürgermeister Martin Rupp. Von besonderer Bedeutung für die Gemeinde seien die versuchsweise Ausweisung von Parkstandsmarkierungen im Löschgraben und in der Kirchgasse gewesen. Diese sollten aufzeigen, an welchen Stellen das Abstellen von Autos unter Einhaltung der vorgeschriebenen Restfahrbahnbreite von 3,10 Metern möglich wäre. Das Ergebnis zeige, so der Bürgermeister, dass im öffentlichen Bereich der Kirchgasse ohne Mitnutzung privater Grundstücksteile das Parken nur an wenigen Stellen überhaupt möglich sei. Im Löschgraben hingegen zeigte sich bei alternierender Stellplatzanordnung eher die erwünschte Wirkung. Der Verkehr sei ruhiger geflossen, ein Ausweichen des Gegenverkehrs auf den Gehweg habe abgenommen. Die nur einseitige Markierung habe hingegen zu keiner Verbesserung geführt. Letztlich war sich der Bürgermeister sicher, dass durch die Verkehrsberuhigungen im Löschgraben und in der Kirchgasse die Verkehrssicherheit besonders für Fußgänger erhöht und die Anwohner entlastet werden könnten. Durch die klare Parkanordnung könnten zudem Lösch- und Rettungsfahrzeuge besser und schneller anfahren.

"Wenn sich die Leute nicht daran halten, bringen die eingezeichneten Parkflächen gar nichts", sagte später Harald Wochner (CDU) mit Blick darauf, dass bei genügend Abstand trotzdem noch außerhalb der Markierungen geparkt werden dürfe. Für Speditionen, den Schulbus und landwirtschaftliche Fahrzeuge hielt Wochner eine einseitige Markierung im Löschgraben für besser. Dem schloss sich Steffen Baldinger (FBL) an, andere Räte betonten hingegen den Sicherheitsgewinn für die Fußgänger, weil bei beidseitigen Parkmarkierungen langsamer gefahren werden müsse und kein Ausweichen mehr auf den Gehweg möglich sei.

In einem weiteren Schritt forderten einige Ratsmitglieder die Verwaltung dazu auf, auch andere problematische Parksituationen im Ort in den Blick zu nehmen, genannt wurden der Bereich an der Trotte sowie Parkräume vor Schule und Friedhof. Die ebenfalls angesprochene Enggasse sei eigentlich an vielen Stellen grundsätzlich zu eng, um hier parken zu können, ergänzte Bürgermeister Rupp, das wolle man sich nochmals anschauen.

Hauptamtsleiter Dietmar Siebler gab auch zu bedenken, dass die Regelungen nur dann etwas brächten, wenn sie auch kontrolliert würden, zum Beispiel durch einen kommunalen Ordnungsdienst.