Katzenkot im Garten

MARKTPLATZ 11: Untermieter in der Not

Marius Alexander

Von Marius Alexander

Mi, 15. September 2021

Marktplatz 11

Es war am Tag vor dem Beginn der Schulsommerferien: Die an eben dieser Stelle geäußerte vielstimmige Klage über "Kaffeesatz und Katzenkot" im Garten des Autors stieß auf ein breites Echo. Zumeist in Form wohlwollender Ratschläge von Menschen, die ähnlich übelriechende Erfahrungen gemacht hatten, oder als Lösungsversuche. Von purer Ratlosigkeit ("So bleibt auch uns nur die Entfernung mit dem Schäufelchen") bis hin zur hinterlistig-kreativen Idee ("Sie wählen eine der Klogängerinnen aus und geben ihr täglich ein kleines Leckerli. Das hat zur Folge, dass die Katze Ihren Garten als ihr persönliches Revier betrachtet ...)". Das ging sogar so weit, dass eine mitfühlende BZ-Leserin einen Kater anbot. Denn − und damit stimmte sie mit anderen geneigten Leserinnen und Lesern sowie meinem geschätzten Kollegen Patrik Müller überein: Nur die Anwesenheit einer eigenen Katze kann Grund genug sein, um ihre Artgenossen und Artgenossinnen aus der Nachbarschaft davon abzuhalten, den bislang katzenlosen Garten zum umfassenden Katzenklo zu deklarieren. Exakt so endet die Geschichte aus dem Jammertal der Katzenlosigkeit: Seit wenigen Tagen ist bei uns ein Untermieter eingezogen, der eine überaus geschäftige Katze mitgebracht hat. Im Nu hat sie das Grundstück zu ihrem eigenen erklärt und sämtliche neugierigen Artgenossen verscheucht. Bleibt nur die Frage, wo sie ihr eigenes Örtchen einrichten wird.