Essay

Mehr als nur der strenge Vater: Vor 300 Jahren wurde Leopold Mozart geboren

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mi, 13. November 2019 um 20:15 Uhr

Klassik

BZ-Plus Er gilt als streng und kleinbürgerlich: Doch die Nachwelt tat Leopold Mozart als Mensch und Künstler unrecht. Am 14. November vor 300 Jahren kam der Vater der Genies Wolfgang Amadeus zur Welt.

Sohn oder Tochter eines Genies zu sein, ist kein Privileg. Sondern eine Bürde. August von Goethe musste sich damit begnügen, dem Vater Briefpartner sein zu dürfen. Und Siegfried Wagner schrieb Oper um Oper und bekam dennoch nur zu hören, dass er auf der Suche nach den musikalischen Motiven seines Übervaters Richard sei. Mit Leopold Mozart verhielt es sich umgekehrt. Er war Vater. Vater eines Genies. Dass er diesem den Weg zur Entfaltung ebnete – die Nachwelt sollte es schnell vergessen. Alsbald wurde er, Sohn eines Buchbindermeisters aus Augsburg mit Wurzeln im Vorderösterreichischen, diffamiert: als "streng, hart, bitter, subaltern, servil, eine Lakaiennatur, ein Duckmäuser mit starkem Hang zu devoter Anpassung, von kleinbürgerlicher Beschränktheit, angeborener Unterwürfigkeit", wie die Kulturhistorikerin ...

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