Mehr Platz am Schießstand

Helmut Junkel

Von Helmut Junkel

Mo, 20. Juli 2020

Biathlon

Biathlon-Stützpunkt Weißenbach hat jetzt 14 statt acht Bahnen.

Der Schneemangel machte den Schwarzwälder Skisportlern im vergangenen Winter schwer zu schaffen. Dennoch konnten auf der künstlich beschneiten Strecke im Biathlon-Zentrum Schönwald-Weißenbach etliche Wettkämpfe ausgerichtet werden. Doch dann kam Corona. Damit war der Wettkampfbetrieb Anfang März abrupt gestoppt. Die Zeit des erzwungenen Stillstands wurde dennoch genutzt und die lange geplanten Umbaumaßnahmen am Schießstand und auf der Laufstrecke vorangetrieben.

Vor der Erweiterung der Schießstände galt es umfangreiche Aufräumarbeiten zu leisten. Die Orkane "Sabine" und "Bianca" hatten am Rande der Laufstrecken viele Bäume entwurzelt, auch die Schießstände waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Die aufwändige Beseitigung des Sturm- und Käferholzes zog sich über Wochen hin. Dank des Entgegenkommens der Forstverwaltung wurden zuerst die Schäden im Bereich der Schießanlage beseitigt, sodass die Umbaumaßnahmen mit der Erweiterung der Kleinkaliberstände von bisher acht auf 14 Stände danach reibungslos aufgenommen werden konnten.

Unter der Regie von Bauleiter Günter Faller gingen die Arbeiten zügig voran. Ende Juni war der Umbau der Biathlonanlage fertig und auch die Sturmschäden be-seitigt. Am Schießstand und auf der neu trassierten Strafrunde sowie den Laufstrecken fehlt jetzt nur noch der Feinbelag auf der Schwarzdecke, der in diesen Tagen aufgebracht wird. Der Skijäger-Nachwuchs kann nach den Corona-Lockerungen seit dem 1. Juli wieder am Biathlon-Stützpunkt im Weißenbachtal trainieren. Die Übungseinheiten der Schülerklassen U-12 und U-14 leiten der ehemalige Aktive Benedikt Hirt vom SC Schönwald und Maximilian Schneider, der seine Skijäger-Karriere mit dem Corona-Lockdown beendete und nun neben der kaufmännischen Lehre auch den C-Trainerschein anstrebt.