Mehr Steuereinnahmen, weniger Personalausgaben

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Fr, 04. Dezember 2020

Glottertal

Glottertals Gemeinderat befasst sich mit Jahresabschluss 2019 / Investitionen fließen vor allem in Ausbau der Föhrentalstraße.

. Mit einem Plus beziehungsweise einer Zuführung von rund 120 000 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt hat die Gemeinde Glottertal das Rechnungsjahr 2019 abgeschlossen. Durch den guten Abschluss konnte die Pro-Kopf-Verschuldung im Kernhaushalt um 24 auf 453 Euro pro Einwohner gesenkt werden. Zum 31. Dezember belief sich der Gesamtverschuldung – mit den Eigenbetrieben Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung auf rund 2,9 Millionen Euro, was einer Verschuldung von 918 Euro pro Einwohner entspricht. Investiert wurden im vergangenen Jahr 1,37 Millionen Euro, vor allem in den Ausbau der Föhrentalstraße.

Die Verbesserung bei der Finanzlage kam vor allem durch Mehreinnahmen bei Steuern in Höhe von über 450 000 Euro zustande, besonders die Gewerbesteuer sprudelte mit einem Plus von 400 000 Euro gegenüber den Planungen. Grund- und Gewerbesteuer sowie der Anteil an der Einkommenssteuer machten 49 Prozent der Einnahmen aus. Der nächstgrößere Einnahmeposten waren mit 19 Prozent die Schlüsselzuweisungen.

Für das Personal wurden 1,23 Millionen Euro ausgegeben, das sind 16,5 Prozent der Ausgaben. Hier konnten gegenüber der Planung 92 000 Euro eingespart werden. Im Vorjahr mussten für das Personal 33 000 Euro mehr aufgewendet werden. Die Einsparungen ergaben sich durch vakante Stellen im kommunalen Bauhof und in der Finanzverwaltung.

Das Zahlenwerk wurde von Gemeindeamtsfrau Svenja Birkle, der Fachbeamtin für das Finanzwesen der Gemeinde Glottertal, aufbereitet und präsentiert. Den Abschluss nannte sie "ein deutlich besseres Ergebnis" als die Planungen. Bürgermeister Herbstritt rief die rege Investitionstätigkeit in Erinnerung: Die drei größten Projekte waren die Föhrentalstraße, die Erweiterung der Kleinkinderbetreuung und die Baumaßnahme im Bauhof. Dank der zusätzlichen Einnahmen konnte auf eine Kreditaufnahme verzichtet und gar Kredite getilgt werden, so dass die Verschuldung im Haushalt rückläufig war.

In den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung wurden Verluste von 24 000 Euro (Abwasser) und 21 700 Euro (Wasserversorgung) verzeichnet. In die Erweiterung des Abwassernetzes wurde 180 000 Euro, ins Wassernetz 78000 Euro investiert. Für den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung mussten 270 000 Euro Kredite aufgenommen werden. Mit den Schulden der Eigenbetriebe 361 000 Euro (Wasser) und 1, 12 Millionen Euro (Abwasser) summieren sich die Gesamtschulden der Gemeinde auf 2,9 Millionen, das sind 918 Euro pro Einwohner (2018: 870 Euro).

In ihren Stellungnahmen lobten Christoph Maier (Freie Wähler) und Claus Vorgrimler (CDU) den positiven Jahresabschluss. Das Plus bei den Steuereinnahmen nannte Maier "richtig gut". Seiner Ansicht nach wird das kommende Jahr ein finanziell schwieriges, er rechne mit "spannenden" Haushaltsberatungen. "Wenn investiert wird, dann tut sich was in der Gemeinde", erklärte Vorgrimler. Er sieht die Gemeinde auf einem guten Weg.

Die Ratsmitglieder stimmten dem vorgelegten Abschluss einstimmig zu.