Klimaschutz

Besser zu Gott beten, als zu demonstrieren

Ernesta Rawe

Von Ernesta Rawe (Breisach)

Fr, 14. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Zwei unterschiedliche Planeten", Beitrag von Hannes Koch (Politik, 22. Januar)
In der Bibel kann man lesen, dass wir uns am Ende der Zeiten "von Kindern regieren lassen". Ist es schon so weit? Bestimmt ist vieles nötig und möglich, um den Klimawandel günstig zu beeinflussen. Aber ich bin sicher, wir Menschen haben nicht alles in der Hand. Die vielen Milliarden Euro, die schon dafür ausgegeben wurden und noch werden, werden unser Klima höchstwahrscheinlich nur sehr begrenzt günstiger beeinflussen. Aber besser als nichts.

Für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler wäre es bestimmt gescheiter, den Unterricht nicht zu versäumen. Wenn man sich schon für die Umwelt stark machen will, dann sollte man die Dinge ankreiden, die wir alle besser machen könnten, um unsere Welt lebenswerter und besser zu machen. Wir sollten vor allem darauf achten, dass die Tiere, die bei uns auf dem Teller landen, solange sie leben, ein gutes und lebenswertes Leben haben. Damit wir die hierfür nötigen höheren Kosten bezahlen können, sollten wir uns abgewöhnen, so viel Fleisch zu essen.

Wir sollten darauf achten, dass wir die Böden und die Luft und die Pflanzen nicht vergiften. Und wir sollten die Meere nicht verschmutzen. Vielleicht sollten wir auch nicht so viel fliegen und nicht so viele Kreuzfahrten machen. Und manchmal vielleicht, statt mit dem Auto, mit dem Zug fahren oder mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Trotzdem haben wir nicht alles in der Hand. Wir vergessen vielleicht manchmal, dass ein Höherer die Fäden in der Hand hat und es vielleicht oft wichtiger wäre, zu Gott zu beten, anstatt mit Plakaten herumzulaufen. Ernesta Rawe, Breisach