Rheinserie

Die Quelle würde mich interessieren

Manfred Stützle

Von Manfred Stützle (Rheinfelden)

Sa, 22. Juni 2019

Leserbriefe

Zu: "Rheines Wissen", Beitrag von Claudia Füßler und Grafik von Uli Zellmann (BZ-Serie, 1. Juni)

Gasblasen, die im Wasser aufsteigen, bezeichnet der Geowissenschaftler auch nur als "Gasblasen, die im Wasser aufsteigen". Motetten finden sich nicht im Rhein, wie Sie schreiben, sondern zum Beispiel in Kirchen, da es sich um mehrstimmige Chorgesänge handelt.

Bei Mofetten dagegen handelt es sich um vulkanogene kalte CO2-Exhalationen (an Vulkanismus gebundene Gasaustritte), bei denen es keine Rolle spielt, ob sie unter Wasser oder auf dem Land auftreten. Es würde mich auch interessieren, aus welcher Quelle der "maximale Goldgehalt von 0,02 Gramm pro Kubikmeter Rheinschotter" stammt. Einer meiner Professoren, mit dem ich vor Jahren mehrmals auf Exkursion auch entlang des Rheins war, nannte einen Goldgehalt von etwa "1 ppm" (Part per Million). Das ist in diesem Fall ein Gramm pro Tonne.

Ein Kubikmeter Rheinschotter wiegt grob geschätzt zwei Tonnen und enthält damit im Mittel zwei Gramm Gold. Goldgehalte ab 1 ppm im Lockergestein (sogenannte Seife) sind bauwürdig. Natürlich würde man einen professionellen Abbau am Rhein nicht wirklich in Erwägung ziehen, da so die Landschaft zerstört würde und das Gesamtvolumen der Rheinschotter zu gering ist, um wirtschaftlich zu sein. Manfred Stützle, Rheinfelden