Mobilfunk

Ein Moratorium für 5G ist gerechtfertigt

Bernd Irmfrid Budzinski

Von Bernd Irmfrid Budzinski (Freiburg)

Fr, 09. August 2019

Leserbriefe

Zu: "Das große Unbehagen", Beitrag von Stefan Hupka (Die Dritte Seite, 27. Juli)

Die BZ führt die Mobilfunkdiskussion weiter, die wir vor 15 Jahren hatten: Niemand weiß Genaues. Und tausendfach berichtete Gesundheitsbeschwerden beruhten auf Einbildung (oder hochwissenschaftlich: "Nocebo-Effekten"). Mehr als alle Worte "beweist" dies dann ein Bild von einem sichtlich mitgenommenen "Elektrohypersensiblen". Das Totschlagargument, die Funkwellen seien "so schwach", dass sie unmöglich Moleküle zerschlagen und so krank machen könnten, darf keinesfalls fehlen. Fragt sich nur, warum dann über 230 Forscher warnen?

Keine Technikfolgenabschätzung gibt es zu den ganz neuen besonders hohen Frequenzen des 5G-Systems. Und die wenigen bislang dazu vorliegenden Studien zeigten sogar Gewebeschäden. Das führt zur Vorsorge, nicht aber einem bloßen "Unbehagen". Deshalb ist ein "Moratorium" für 5G auch in Freiburg gerechtfertigt – mindestens teilweise für Wohngebiete. Bernd Irmfrid Budzinski, Freiburg