Autofahren im Alter

Ein Rückmeldetest ab 70 Jahren wäre sinnvoll

Alwin Hammel

Von Alwin Hammel (Müllheim)

Fr, 14. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Wenn Eltern nicht mehr fahren sollen", Beitrag von Wolfgang Mulke (Politik, 30. Januar)

Ich meine, generell feststellen zu können, dass sich zwei Blöcke gebildet haben: jüngere und ältere motorisierte Verkehrsteilnehmer, die sich gegenseitig vorwerfen, nicht korrekt im Straßenverkehr zu sein. Bei beiden gibt es natürlich gute und weniger gute Teilnehmer, wobei sich nach meinen Erfahrungen besonders die jüngere Seite vermehrt durch fehlende Höflichkeit hervortut. Es ist natürlich gut für das Selbstwertgefühl, mit einem getunten Pkw laut röhrend durch die Innenstadt zu fahren/rasen. Man geht dabei ganz selbstverständlich davon aus, dass der andere, zum Beispiel bei Straßenverengungen, zu warten hat. Dafür bedankt man sich dann ebenso selbstverständlich nicht einmal. Den Blinker setzen? Was soll’s? Es gibt aber auch Ausnahmen – und darüber freut man sich dann besonders.

Was ältere Verkehrsteilnehmer betrifft, die meines Erachtens vorsichtiger unterwegs sind, so würde ich sehr begrüßen, wenn etwa ab 70 Jahren ein sogenannter qualifizierter Rückmeldetest durchgeführt werden würde. Das ist nicht ganz kostenfrei, aber man hat hinterher Gewissheit über die eigene Verkehrstüchtigkeit oder -untüchtigkeit. Das würde im letzteren Fall sicher auch die Entscheidung, den Führerschein abzugeben, erleichtern. Alwin Hammel, Müllheim